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Impfungen gegen Schweinegrippe

Impfstoff (Foto: BS/Seedo/www.pixelio.de)
(30. Juli) Der Deutsche Landkreistag will die Impfung gegen die Schweinegrippe von den Hausärzten durchführen lassen. Auch sollen die Krankenkassen die Kosten der Immunisierung tragen, so der Deutsche Landkreistag. Laut Dr. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium sind die Gesetzlichen Krankenkassen, anders als die Privaten, dazu verpflichtet.
Sollte im Herbst der Impfstoff zur Verfügung stehen, können 25 Millionen Deutsche gegen den Erreger der Neuen Grippe geimpft werden. Deutschland habe jedoch eine Option auf insgesamt 164 Millionen Impfeinheiten. Ein Hausarzt der eine Immunisierung vornimmt, könne vorher Unverträglichkeiten feststellen. Daher solle die Impfung nicht durch den öffentlichen Gesundheitsdienst der Länder und Kommunen vorgenommen werden, schlägt der Deutsche Städtetag vor. "Für die Betroffenen würde dies bedeuten, zuerst bei ihrem Hausarzt vorstellig zu werden, um Impfunverträglichkeiten abklären zu lassen, und sodann ins Gesundheitsamt wegen der eigentlichen Impfung gehen zu müssen", sagte Landrat Hans Jörg Duppré, der Präsident des Deutschen Landkreistages. Dies sei nicht nur für die betroffenen Personen unzumutbar, sondern verursache mehr Bürokratie und höhere Kosten.

Die Übernahme der Kosten für die Impfung sei auch kein Grund für die Kassen Zusatzbeiträge zu erheben, so Gesundheitsstaatssekretär Schröder. Im bisherigen Jahresverlauf hätten die Krankenkassen einen Überschuss von fast einer Milliarde Euro erzielt, daher sollten die veranschlagten Kosten für die GKV von 500 bis 550 Millionen Euro zu decken sein.

Zuerst sollten medizinischen Personal, chronisch Kranke und Schwangere geimpft werden. Eine gestern veröffentlichte Studie belegt die Gefährdung von Schwangeren durch den Schweinegrippeerreger. So könnten vier Mal so häufig Komplikationen in einem Krankheitsverlauf bei einer bestehenden Schwangerschaft auftreten. Auch das Sterberisiko sei höher.

  Impfstoff (Foto: BS/Seedo/www.pixelio.de)

Impfstoff

(Foto: BS/Seedo/ www.PIXELIO.de)

Innerhalb Deutschlands stiegen die Fälle der Ansteckungen sprunghaft an. So sind heute 5.324 Fälle der Neuen Grippe (Influenza H1N1) vom Robert-Koch-Institut bestätigt worden. Dies seien gegenüber der letzten Aktualisierung am Dienstag 879 Fälle mehr. Die Weltgesundheitsorganisation gehe von einer möglichen Gefahr von zwei Milliarden Ansteckungen in den nächsten zwei Jahren aus.

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