Zehn Mrd. Euro vom Deutschlandfonds
Ein Jahr nach der Einführung des Wirtschaftsfonds Deutschland erhielten mehr als 9.900 Unternehmen Staatshilfen in Höhe von knapp zehn Milliarden Euro. (09.03.2010)
|
Rund vier Milliarden Euro davon entfielen auf Bürgschaften, während bislang Kredite im Umfang von etwas weniger als sechs Milliarden Euro gewährt wurden. Im Rahmen des Wirtschaftsfonds Deutschland hat die Bundesregierung insgesamt bis zu 75 Milliarden Euro an Bürgschaften und 40 Milliarden Euro an Krediten für Unternehmen zur Verfügung gestellt. Der Fonds dient dazu, die Folgewirkungen der Wirtschaftskrise auf die Unternehmen zu begrenzen.
Die angebotenen staatlichen Bürgschaften für Unternehmenskredite mindern die Ausfallrisiken für die Kreditinstitute. Darüber hinaus hat die Bundesregierung mit dem KfW-Sonderprogramm ein neues Finanzierungsinstrument ins Leben gerufen, mit dem die KfW-Bankengruppe über die Hausbanken Kredite an Unternehmen ausreicht. Gleichzeitig können die kreditdurchleitenden Hausbanken innerhalb des Programms von einem Teil der Kreditrisiken freigestellt werden. Die Maßnahmen des Wirtschaftsfonds laufen seit Frühjahr 2009.
Eine weitere Maßnahme zur Verhinderung einer Kreditklemme ist das Einsetzen eines Kreditmediators, wie es im Koalitionsvertrag vorgesehen ist. Bei Problemen mit der Kreditfinanzierung können sich die Unternehmen künftig an diesen wenden. Er setzt sich dafür ein, dass Unternehmen bei ausreichender Bonität auch einen Kredit erhalten. Die Bundesregierung hat mit dieser Aufgabe Herrn Hans-Joachim Metternich (Behörden Spiegel Online berichtete) betraut.
|
|
Die im November 2008 bereitgestellten Mittel wurden im Januar 2009 auf insgesamt 115 Milliarden Euro erhöht.
(Foto: BS/Peter Kirchhoff/www.PIXELIO.de)
|