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Retten extrem in extremer Hitze

Die anhaltend hohen Temperaturen bestimmen auch das Einsatzgeschehen der Rettungskräfte. Besorgnis ruft eine Nachricht aus dem Kreis Bergheim (Nordrhein-Westfalen) hervor. Auf einem Jugendfeuerwehr-Zeltlager sollte der Feuerwehrnachwuchs sein Leistungsabzeichen machen: Staffellauf, Kugelstoßen, ein Löschangriff in voller Montur. In Folge der extremen Temperaturen kollabierten jedoch 17 Jugendliche. (24.07.2010)
Mitglieder DLRG (Foto: BS/DLRG)
Bei extremer Hitze gilt es auch für Rettungskräfte einen kühlen Kopf zu bewahren. (Foto: BS/DLRG)
Von Seiten der Verantwortlichen musste die Veranstaltung daraufhin abgesagt werden. Rettungsassistenten und drei Notärzte kümmerten sich um die Hitzeopfer. Doch die Gefahr der Extremwetterlage besteht eben nicht nur in der Hitze. Die kühlend lockende Erfrischung zieht immer mehr sorglose Schwimmer in die Flüsse. Gerade auf dem Rhein fädeln sich auch Sportboote zwischen der Personen- Berufsschifffahrt hindurch. Das vermeintliche Kentern eines mit mehreren Personen besetzten Bootes in Bonn löste bereits einen Sucheinsatz mit Hubschrauberunterstützung aus. Neben dem Feuerlöschboot der Stadt Bonn waren Boote der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Feuerwehr Königswinter im Einsatz, um die Havaristen aufzuspüren. Die Suche musste schließlich ergebnislos abgebrochen werden. Weder das gekenterte Boot noch Personen in Not wurden gesichtet.

In Krefeld sind zwei Jugendliche beim Bad im Rhein tödlich verunglückt. Sie standen hüfttief im Fluss, als ein vorbeifahrendes Frachtschiff die beiden in den Strom zog und unter Wasser drückte. Trotz Suchmaßnahmen konnten die beiden Jugendlichen im Alter von 18 und 19 Jahren nicht gefunden werden.

In diesen gefährlichen Tagen sollten gerade die Rettungskräfte sorgfältig auf ihre Ressourcen achten. Über das Schwitzen summiert sich der Natriumverlust, weshalb sich der Verzehr von natriumreichen Mineralwasser sowie Lebensmitteln empfiehlt. Auch im Verkehr ist die Hitze reiner Stress. Zusätzlich verlängern sich die Reaktionszeiten. Das gilt zum einen für Autofahrer, die Platz machen sollen, und zum anderen für den Einsatzwagenfahrer selbst.

 


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