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Tiefstand der Zahl der Verkehrstoten in NRW

Die Zahl der Verkehrstoten auf nordrhein-westfälischen Straßen hat im vergangenen Jahr einen historischen Tiefstand erreicht. 621 Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben und damit über 10 Prozent (- 73) weniger als im Vorjahr. Außerdem verringerte sich die Zahl der Verletzten um 1,7 Prozent auf 78.365 (- 1.400). Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort. (09.02.2010)
 
Unfallsicherung (Foto: BS/Sebastian Drolshagen/www.aboutpixel.de)"Die Straßen in Nordrhein-Westfalen sind sicherer geworden. Wir haben ein wichtiges Etappenziel erreicht. Denn seit 2005 arbeitet unsere Polizei an der Vorgabe, bis 2015 die Zahl der Verkehrstoten in NRW zu halbieren. Das können wir schaffen", sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf gestern in Düsseldorf bei der Vorstellung der Verkehrsunfallzahlen 2009.

"Unsere Strategien gegen die Hauptursachen von tödlichen Unfällen wie überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen am Steuer sowie Nichtanschnallen wirken", betonte Wolf. Seit 2005 konnte die Zahl der Verkehrstoten um mehr als ein Viertel (- 246) und die der Verletzten um 5,5 Prozent (- 4.560) verringert werden. Setzt man die Zahl der Verkehrstoten ins Verhältnis zur Einwohnerzahl, so belegt Nordrhein-Westfalen Platz 1 mit den wenigsten Verkehrstoten pro 1 Million Einwohner (35) unter den Flächenländern. "Wir haben das dichteste und am meisten befahrene, aber auch das sicherste Straßennetz in Deutschland", stellte der Minister fest.

Die Polizei registrierte insgesamt 560.243 Verkehrsunfälle – von der Parkplatzschramme bis zum Unfall mit mehreren Toten. Die Gesamtzahl der Unfälle blieb damit nahezu unverändert (+ 0,3 Prozent). Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, sei im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent (- 1.241), seit 2005 sogar um 5,8 Prozent (- 3.845). Rund 89 Prozent (knapp 500.000) aller Unfälle hatten Blechschäden als Folge.

Weniger Verkehrstote bei Pkw-Insassen und den Motorradfahrern

In 2009 wurden 65 Pkw-Insassen (- 20,6 Prozent) weniger getötet. Das ist mit 258 Toten der niedrigste Wert seit 1953. Einen historischen Tiefstand erreichten auch die Motorradfahrer. Im vergangenen Jahr starben 12 Biker (- 12 Prozent) weniger als 2008. Das ist mit 90 Toten die niedrigste Zahl seit 1970.

"Der deutliche Rückgang der Verletztenzahlen bei Pkw-Insassen ist auch ein Erfolg der Polizei. Sie hat mit ihrer Gurtkampagne im vergangenen Jahr und dem Einsatz der Schockvideos vielen Gurtverweigerern und Rasern die Folgen ihres riskanten Handelns klar gemacht", erläuterte der Innenminister. "Mit ihren technisch sehr gut ausgestatteten Videomotorrädern hat die Polizei auch die Möglichkeit, Motorradfahrer wirksam zu kontrollieren".


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