Northrop/EADS bieten nicht für amerikanische Tankflugzeuge
Heute bestätigte das Konsortium aus EADS und Northrop Grumman, dass sie kein Angebot für das US Air Force Tanker Replacement Programme abgeben werden. Bereits gestern hatte Northrop verkündet aus dem Bieterverfahren auszusteigen, da die Struktur der Ausschreibung eindeutig zeige, dass die kleineren Tankflugzeuge der amerikanischen Firma Boeing bevorzugt würden. (09.03.2010)
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Der stellvertretende Verteidigungsminister der USA, William Lynn, widersprach dieser Darstellung. Die Ausschreibung sei vielmehr gerecht strukturiert und ermögliche einen echten Wettbewerb zwischen den Unternehmen. Diese Darstellung des Vize-Verteidigungsministers wird allerdings durch die vorausgegangene Geschichte um die Vergabe des Auftrags etwas relativiert. Schließlich hatten Northrop und die EADS die entsprechende Ausschreibung aufgrund der besseren technischen Möglichkeiten ihres Tankflugzeuges bereits im Jahr 2008 gewonnen, wogegen Boeing seinerzeit erfolgreich Einspruch erhob. Der Rechnungshof des Kongresses bezeichnete das damalige Verfahren als fehlerhaft und empfahl eine erneute Ausschreibung, die nun vorliegt.
Die Bedingungen der jetzigen Ausschreibung seien allerdings "maßgeschneidert" auf das damalige Angebot von Boeing. "Es geht hier nicht mehr um das beste Tankflugzeug und auch nicht um einen fairen Wettbewerb", so die deutlichen Worte von Airbus-Chef Thomas Enders. Der Grund für diese Ungleichbehandlung der Firmen soll sein, dass sowohl die Regierung als auch der Kongress einen rein amerikanischen Anbieter bevorzugten.
Der Auftrag soll zunächst 179 Tankflugzeuge umfassen – eine zukünftige Erweiterung ist möglich. Das Volumen beträgt rund 26 Milliarden Euro.
Das komplette Statement von Northrop kann hier nachgelesen werden: www.irconnect.com
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Ein KC-135E Stratotanker von Airbus bei der Luftbetankung.
(Foto: BS/Sgt. Mike Buytas/US-Department of Defense)
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