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Doch trotz der nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Stufe 6 und somit der Pandemie konnte Karl Peter Brendel, Staatssekretär im Innenministerium NRW beruhigen. "Es besteht kein Grund zur Panik vor der Schweinegrippe", so Brendel. Dies liege aber nicht nur an dem harmlosen Krankheitsverlauf, sondern auch den strategischen Möglichkeiten der Behörden sich auf den Krisenfall vorzubereiten. Das Land NRW habe diese präventiven Vorsorgemaßnahmen bereits durchgeführt, und sei auf eine eventuelle Verschlimmerung der Lage gut vorbereitet.
Dies bestätigte auch Hans Lauf, Abteilungsleiter der Zentralabteilung, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein Westfalen. Die milde Ausprägung der Schweinegrippe beunruhige ihn wenig, denn das Ministerium habe sich durch verschiedene Maßnahmen gut auf die Pandemie eingestellt. Um im Pandemiefall die Handlungsfähigkeit einer Behörde aufrechterhalten zu können, gelte es vor allem Schlüsselpositionen und Schlüsselpersonen zu definieren, Schichtpläne einzuführen und die Außenkommunikation aufrechtzuerhalten. Denn gerade im Falle grassierender Angst in der Bevölkerung sei die Information extrem wichtig.
Am Beispiel seiner eigenen Institution verdeutlichte Lauf, wie man sich in der Behörde mit Hilfe eines Worst Case Programms auf die zu erwartende Situation einstellen könnte. In diesem Zusammenhang verdeutlichte Lauf noch einmal anhand von Zahlenbeispielen die "Harmlosigkeit" des aktuellen Schweinegrippeverlaufs. So seien im Vergleich bei der Spanischen Grippe mehr als 30 Millionen Menschen gestorben, an der Schweinegrippe bisher weltweit nur rund 3.000.
Mit bestellten 10 Millionen Dosen Impfstoff, die in den nächsten Wochen geliefert werden, ist das Land NRW gut aufgestellt um fünf Millionen Personen in zwei Durchläufen impfen zu können. Im Laufe des Tages wird die Pandemieplanung der Stadt Essen sowie die optimale Einrichtung und Besetzung von Krisenstäben (am Beispiel Stadtarchiv Köln) vorgestellt. Eine weitere Berichterstattung hierzu folgt.
Weitere Informationsveranstaltungen des Brennpunkttags zur Schweinegrippe folgen in Kürze in Wiesbaden und Hamburg. Interessenten für diese behördeninternen Informationstage melden sich unter schweinegrippe@behoerdenspiegel.de.
Weitere Informationen zum Brennpunkttag des Behörden Spiegel sowie die weiteren Termine gibt es unter: www.brennpunkttage.de
Mehr zur Schweinegrippe auf Behörden Spiegel Online:
Zum Themenschwerpunkt Pandemie
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Karl Peter Brendel, Staatssekretär im Innenministerium Nordrhein-Westfalens.

Hans Lauf, Abteilungsleiter der Zentralabteilung, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein Westfalen.
(Fotos: BS/Linnertz)
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