Auch Hamburg vor Fachkräftemangel
Der Hansestadt Hamburg droht in den kommenden Jahren und verstärkt nach 2020 ein Mangel an Akademikern – vor allem in den sogenannten MINT-Berufen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dies geht aus einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), einer Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hervor. (02.03.2010)
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Demnach hat der demographische Wandel künftig deutliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Zwar wird für die nächsten zehn Jahre noch von einem Zuwachs der Bevölkerungsgruppe der 15- bis unter 65-Jährigen ausgegangen – und damit von einem zunehmenden Arbeitskräfteangebot. Danach komme es aber zu einem demographiebedingten Rückgang. Diese Entwicklung gehe mit einer deutlichen Alterung der Belegschaftsstruktur einher. Schon jetzt sei jeder fünfte hoch qualifizierte Arbeitnehmer in Hamburg älter als 50 Jahre, bei Chemikern und Physikern sind es bereits mehr als ein Viertel der Hochqualifizierten.
Außerdem heißt es in dem Bericht, dass sich die "Nachfrage deutlich weiter zugunsten der Hochqualifizierten verschieben wird". Die nachwachsenden Fachkräfte müssen nicht nur die quantitativ deutlich stärker besetzten und gut qualifizierten älteren Erwerbspersonen ersetzen, "sondern darüber hinaus wahrscheinlich einen zusätzlichen Bedarf an Hochqualifizierten befriedigen".
Hamburg stehe vorerst durch seine Attraktivität als Wohn- und Beschäftigungsort und einem Überschuss von mehr als 200.000 Pendlern vor keinem akuten Fachkräftemangel. Angesichts der allgemeinen demographischen Entwicklung (auch in den benachbarten Bundesländern), stehe aber auch die Hansestadt in größerer Konkurrenz mit anderen Städten und Regionen. Deshalb sei nicht pauschal davon auszugehen, dass die zugewanderten Fachkräfte die künftige Nachwuchslücke werden schließen können.
Vollständiger IAB-Regionalbericht als pdf.
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Attraktiv, aber wahrscheinlich auch in absehbarer Zeit vom Fachkräftemangel betroffen: die Hansestadt Hamburg. Besonderes Augenmerk gilt künftig den hochqualifikatorischen technischen und naturwissenschaftlichen Berufsbereichen.
(Foto: BS/Wikipedia)
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