"Kontakte und Projekte knüpfen neue Bänder zwischen den Generationen"
(01. September) Deutschland altert und die Bevölkerung schrumpft. Ähnlich ist die Situation auch in den anderen europäischen Ländern: Hatte Europa 1950 noch einen Anteil von 21,6 Prozent an der Weltbevölkerung, so wird dieser 2010 nur noch 10,6 Prozent betragen. Bis ins Jahr 2050 wird er voraussichtlich sogar bis auf 7,6 Prozent sinken. Welche Chancen und Risiken dieser Prozess mit sich bringt, beleuchtet der vierte Demografie-Kongress "Best Age" des Behörden Spiegel, der in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Berlin. Dr. Hermann Kues, der Parlamentarische Staatssekretär im BMFSFJ eröffnete heute Morgen den 4. Demographie-Kongress "Best Age".
"Der demographische Wandel ist bereits in vollem Gange und wird in Zukunft eine zentrale Rolle für unsere Gesellschaft spielen", sagte Kues, anlässlich der Kongress-Eröffnung. "Wir müssen deshalb umdenken und das Potenzial des Alters erkennen und besser nutzen. Noch nie waren ältere Menschen so gesund, fit und gut ausgebildet wie heute. Wir müssen vor allem den sozialen Zusammenhalt der Generationen stärken. Der kommt nicht von alleine. Auch heute noch können Alt und Jung einander viel geben und voneinander lernen."
Zahlreiche Kontakte im Alltag und gemeinsame Projekte knüpften neue Bänder für mehr Verständnis und Vertrauen zwischen den Generationen. Die Bundesregierung schaffe dafür entscheidende Rahmenbedingungen: mit den Mehrgenerationenhäusern, dem Freiwilligendienst aller Generationen und der Initiative "Alter schafft Neues."
Auf dem zweitägigen Demographie-Kongress diskutieren rund 550 Fachleute über das Altern der Gesellschaft und die daraus entstehenden Herausforderungen für Politik, Staat und Öffentlichen Dienst. Für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands habe die Bundesregierung in den vergangenen Jahren bereits wichtige Weichen gestellt: Durch zahlreiche Initiativen und Gesetze sei zum Beispiel die Familie wieder in die Mitte der Gesellschaft gerückt worden. Der Anteil älterer Beschäftigter (55- bis 64-Jährige) erhöhte sich von 38,2 Prozent im Jahre 1997 auf 53,8 Prozent in 2008. Mit der Reform der Pflegeversicherung hat die Bundesregierung außerdem die Rahmenbedingungen für eine menschenwürdige Pflege - besonders auch der Demenzkranken - verbessert.
Weitere Informationen zum Programm unter: www.best-age-conference.com
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Dr. Hermann Kues eröffnete bereits den letztjährigen Demographie-Kongress des Behörden Spiegel.
(Foto: BS/Dombrowsky)
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