Beschaffung: Weiter aufeinander zugehen
Ein bundeseinheitliches E-Vergabeportal wie das Tenders Electronic Daily (TED) der EU wird es deutschlandweit nie geben. Trotz vieler neuer Formen der Kooperation und der Verknüpfung auf allen Ebenen. Die Herausforderung besteht darin, dass diese weiterentwickelt werden und neue Synergieeffekte mit sich bringen. Zu diesem Ergebnis kam die Diskussion auf dem Fachforum "Beschaffungsoptimierung" des Behörden Spiegel im Rahmen der diesjährigen CeBIT. (08.03.2010)
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Zu Wort kamen zum einen die Vertreter zweier sich gut entwickelnder E-Vergabe-Inseln: Axel Beims, Geschäftsführer des Logistikzentrums Niedersachsen (LZN) und Fabian Ewert von der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH berichteten über ihre technischen, verwaltungsorganisatorischen und geschäftlichen Modelle der Bündelung und der Kooperation. Zum anderen erfuhren die Zuhörer Details und Hintergründe dreier Projekte, mit denen die vorhandenen Inseln übergreifend einander näher gebracht werden sollen: Dr. Felix-Sebastian Scholzen von der Sektion "Öffentliche Auftraggeber" des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik erläuterte das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Beschaffungsverbundprojekt REPROC, Rafael Boerner vom Forschungszentrum für Recht und Management öffentlicher Beschaffung der Bundeswehruniversität München das Leistungsvergleichsprojekt REPROC-Excellence für Beschaffungskonzepte und Marc Christopher Schmidt vom Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums den für alle Vergabeplattformen verwendbaren Bieter-Client Xvergabe.
Die genannten Vorhaben können und werden sich ergänzen, aufeinander zugehen und sich miteinander verknüpfen, dies jedoch nur schrittweise zustande bringen, da es in ihnen und zwischen ihnen genügend Faktoren Interessengegensätze gibt, die bremsend wirken: kleine Unternehmen, die noch längst nicht den Weg zur elektronischen Angebotsabgabe gefunden haben, Kommunen, die zwischen Effizienzsteigerung und Förderung der lokalen Wirtschaft hin- und hergerissen werden und schließlich private Plattformanbieter, die um ihre Positionen bangen.
Eine ausführliche Berichterstattung finden Sie in der nächsten Ausgabe des Behörden Spiegel.
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(Grafik: BS/Dach)
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