450.000 Euro für Elbniederung
Niedersachsen hat zur Erhaltung und Entwicklung von Natura 2000, einem länderübergreifenden Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, 28 Hektar im Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet "Elbeniederung zwischen Schnackenburg und Geesthacht" erworben. (27.02.1010)
Zum Schutz der biologischen Vielfalt wurden insgesamt 450.000 Euro an Landes- und EU-Mittel eingesetzt. "Die Elbeniederung mit ihrer großen Vielfalt an seltenen Tieren und Pflanzen verdient es, im besonderen Maße entwickelt und geschützt zu werden", erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander diesen Freitag in Hannover. Mit dem Flächenkauf habe man den größtmöglichen Schutz für diesen artenreichen Lebensraum hergestellt, um die ehemalige Biotopstruktur wiederherzustellen, so Sander.
Die Fläche zeichne sich durch einen besonders hohen Anteil an Hartholzauewäldern aus, wie sie nur noch an wenigen Stellen an der Elbe vorkommen. Einzigartig seien auch der Bestand an 350 Jahre alten Eichen, die wertvollen feuchten Hochstaudenfluren sowie die Schlammbänke an der Elbe. "Dieses Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für Fischotter, Biber, Fledermausarten, Amphibien und Holz bewohnende Insekten."

Ein Fischotter im Naturschutzgebiet an der Elbe. (Foto: BS/Bernard Landgraf/Wikipedia)