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Nachwuchslücken in der Verwaltung

(01. September) Die Altersklasse der 45- bis 54-Jährigen ist in der öffentlichen Verwaltung am stärksten besetzt, während die Altersgruppe der Nachwuchskräfte bis 35 Jahre in den letzten 20 Jahren um mehr als 50 Prozent geschrumpft ist. Dies ist ein Ergebnis der neue Studie "Demographieorientierte Personalpolitik in der öffentlichen Verwaltung" der Robert-Bosch-Stiftung, die auf dem Demographie-Kongress erstmals vorgestellt wurde. Mit der Studie, die die Prognos AG im Auftrag erstellt hat, wird erstmalig eine umfassende Altersstrukturanalyse der Belegschaften im Öffentlichen Dienst aller drei Ebenen, Kommune, Land und Bund, vorgelegt.
 
Robert Bosch StiftungBereits heute ist mehr als ein Drittel der Mitarbeiter beim Bund über 50 Jahre alt, ihr Anteil werde bis 2020 auf 42 Prozent steigen, heißt es in der Studie. Demgegenüber stünden aber nur 8 Prozent des Personals, die jünger als 35 Jahre sind.

Auf der Landesebene ist die Situation nicht undramatischer: So werden beispielsweise innerhalb der kommenden 17 Jahre 61 Prozent des Personals in den westdeutschen und 54 Prozent aus den ostdeutschen Landesministerialverwaltungen ausscheiden. Demgegenüber ist die Altersgruppe der 35-Jährigen in den Ministerialverwaltungen der Länder mit nur elf Prozent West, bzw. 15 Prozent Ost deutlich geringer besetzt und "weist damit Nachwuchslücken auf", so die Studie.

Die ostdeutschen Gemeinden werden in den kommenden 16 Jahren 64 Prozent ihres Personals infolge von Ruhestandseintritten verlieren, in den westdeutschen Gemeinden werden es 49 Prozent sein. Auch in den Gemeinden werde es zu Nachwuchslücken kommen, da lediglich sieben Prozent des Personals zwischen 25 und 34 Jahre alt seien. "Ruhestandsbedingt wird deutlich mehr Personal ausscheiden, als demographie- und effizienzbedingt in den ostdeutschen Kommunen eingespart werden muss", heißt es dazu.

In der Studie werden Instrumente und Beispiele vorgestellt, wie sich Verwaltungen auf zukünftige Verrentungswellen vorbereiten können, wie ein Wissenstransfer gestaltet werden kann, wie die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten und gesteigert werden kann und wie zukünftige Rekrutierungsstrategien aussehen.


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