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Bei Großereignissen wie der Frauen-Fußball WM sind Schadensszenarien mit einem Massenanfall von Verletzten nie ganz auszuschließen. Deshalb müssten gute Gefahrenabwehrkonzepte vorbereitet werden. Henriette Reker, Leiterin des Krisenstabs der Stadt Gelsenkirchen, konnte aus ihren Erfahrungen bei der WM 2006 berichten, wie wichtig es sei, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten im Vorfeld geübt werde. Nur so könnten Behörden, Hilfsorganisationen und Krankenhäuser im Ernstfall optimal reagieren.
Auf Erfahrungen von 2006 kann auch Sabine Voss, Leiterin der hauptamtlichen Feuerwehrwache Dormagen, zurückgreifen. Sie forderte, dass ein Mindeststandard bei der nicht-polizeilichen Sicherheit festgelegt werde, damit alle neun Austragungsorte 2011 ein einheitliches Gefahrenabwehrkonzept vorweisen können. Bestehende Sicherheitskonzepte könnten genutzt, müssten aber angepasst werden, meinte Voss. Sie betonte, dass Hinweise auf Terrorgefahren nicht vorlägen.
Eva Morlok, tätig in der DFB-Hauptabteilung Prävention und Sicherheit, erwartet ein familiäreres Publikum als bei den Länderspielen der Herren. Die Sicherheitskonzepte müssten also auch eine andere Besucherklientel berücksichtigen. Wenn mehr Familien mit Kindern zu den Spielen kommen, stellt das die Gefahrenabwehrbehörden vor andere Herausforderungen.
"Es muss diesmal keine Ausnüchterungsstellen geben, dafür aber Sammelstellen für verloren gegangene Kinder", betonte Reker. Unterstützung sollte eine große Anzahl Ehrenamtlicher leisten, ohne die der Bevölkerungsschutz undenkbar wäre. Bei der WM 2006 standen über 150.000 freiwillige Helferinnen und Helfer zur Verfügung. Auch für 2011 zeichnet sich eine hohe Bereitschaft Ehrenamtlicher ab, so Morlok.
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2011 regiert in Deutschland wieder König Fussball - damit nicht auch das Chaos regiert, werden Sicherheitskonzepte geschmiedet.
(Foto: BS/BPA/ www.aboutpixel.de)
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