|
Der GenoPlan sei aus einer Anfrage der Kommunalverwaltung Dortmund heraus entstanden. Die Stadt Dortmund habe vor geraumer Zeit selbst einen Pandemieplan erstellt, musste dann aber feststellen, dass dieser in der Kommunalverwaltung nicht funktionierte. Die Stadt wendete sich deshalb mit ihrem Problem an die Universität Paderborn, die schon seit 2001 in Projekten im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr tätig ist. In gemeinsamen Gesprächen zwischen Stadt und Universität entstand dann die Idee des GenoPlans.
Ziel dieses ist dabei nicht nur die Stadt Dortmund mit einem Pandemieplan zu versorgen, sondern einen generischen Pandemieplan zu erstellen, der auch auf andere Städte und Gemeinden übertragen werden kann. "Wir gehen bei einer kreisfreien Stadt von einer Übertragbarkeit von 80 Prozent und bei Kreisstädten von einer Übertragbarkeit von 85 Prozent aus", erläuterte Schulz.
Da die Stadt Dortmund alleine nicht in der Lage gewesen sei, die notwenigen Ressourcen und finanziellen Mittel für die Erarbeitung des GenoPlans bereit zu stellen, schaute man sich, zusammen mit der Universität Paderborn, nach weiteren Partnern zur Gründung des Forschungsprojektes um, die man im Universitätsklinikum Ulm, IBM Deutschland, dem Robert Koch Institut sowie der IDS Scheer AG fand. Neben den Projektpartnern werde es auch noch eine Reihe weiterer unmittelbar Beteiligter der Stadt Dortmund, wie das Gesundheitsamt, das Personalamt Arbeitsmedizinischer Dienst, die Stabstelle für Bevölkerungsschutz der Feuerwehr und viele andere weitere Partner in der gemeinsamen Zielsetzung geben.
"Kommunen sind wie eine Black-Box, valide Informationen sind nur schwer zu ermitteln. Um zu erfahren, welche Ressourcen und Personen notwendig sind, um bestimmte Prozesse auch im Fall einer Pandemie aufrecht zu erhalten, ist daher zuerst eine genaue Prozessanalyse notwendig", so Schulz.
|
|
Armand Schulz, Mitarbeiter der Universität Paderborn auf dem ersten Brennpunkttag des Behörden Spiegel.
(Foto: BS/Hölscher)
|