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Cyber-Sicherheit

Problem sind fehlende Ressourcen

Hans-Peter Bauer (McAfee) plädiert für selbstständigen Informationsaustausch zwischen Maschinen, um einen Großteil der Cyber-Angriffe besser automatisiert erkennen und abwehren zu können. (Fotos: BS/Stiebel)
Hans-Peter Bauer (McAfee) plädiert für selbstständigen Informationsaustausch zwischen Maschinen, um einen Großteil der Cyber-Angriffe besser automatisiert erkennen und abwehren zu können. (Fotos: BS/Stiebel)
Cyber-Kriminalität ist zum organisierten Geschäft geworden. Angriffe erfolgen anhaltend in Massen, gleichzeitig werden sie immer professioneller. Auch kriminelle Hacker greifen auf innovative Technologien zurück, um ihre Geschäftsmodelle zu optimieren und ihre Spuren zu verwischen. Ein effizienter Schutz erfordert kompetentes Personal und aufwendige technische und organisatorische Mittel. Am Ende dreht sich – wie so oft – alles ums Geld. (14.12.2017)

Vor vier Jahren sei Cyber-Kriminalität bei den Umsätzen schon gleichauf mit dem globalen Drogenhandel gewesen, erinnert sich Hans-Peter Bauer, Vice-President Central Europe beim IT-Sicherheitshersteller McAfee. Mittlerweile sei diese eigentlich noch junge Sparte der Organisierten Kriminalität schon weit darüber hinaus. "Keine andere Industrie hat so große Wachstumsraten", sagte Bauer bei einem Parlamentarischen Frühstück des Behörden Spiegel. Ein ausreichender Schutz der eigenen Organisation sei mit "manuellen Mitteln" kaum zu gewährleisten.

Personalbedarf steigt

Das gelte insbesondere angesichts der Prognose, dass im Jahr 2020 weltweit etwa zwei Millionen und in Deutschland 80.000 IT-Security-Experten fehlen werden. "Wir halten mit den Anforderungen einfach nicht Schritt", so Bauer. Durch die hohe Nachfrage nach Fachkräften verschärfe sich das Problem wiederum in finanzieller Hinsicht. IT-Security-Spezialisten würden heute schon im Schnitt zweieinhalbmal so viel verdienen wie andere IT-Fachkräfte. Für kleine und mittlere Organisationen sei das kaum bezahlbar.

Eine Abmilderung lasse sich einerseits durch Outsourcing und Zentralisierung von IT-Sicherheit als Dienstleistung erzielen. Andererseits könne der Personalaufwand für IT-Sicherheit auch reduziert werden, indem der Automatisierungsgrad bei Erkennung und Reaktion auf Angriffe erhöht würde. Das erfordere innovative Technologien, so Bauer, die den Austausch von maschinellen Informationen zwischen den Produktiv- und Sicherheitssystemen verbessern.

stb


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