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Tübingen will Zweitakter loswerden

500 Euro Abwrackprämie für Roller & Co.

In Italien prägen Roller vielerorts das Straßenbild – wie hier in der sizilianischen Kleinstadt Cefalù. Wenn es nach dem Tübinger Gemeinderat geht, sollen Zweitakt-Motoren künftig keine Einfahrt mehr in die Universitätsstadt haben.  (Foto: Katharina Wieland Müller/www.pixelio.de)
In Italien prägen Roller vielerorts das Straßenbild – wie hier in der sizilianischen Kleinstadt Cefalù. Wenn es nach dem Tübinger Gemeinderat geht, sollen Zweitakt-Motoren künftig keine Einfahrt mehr in die Universitätsstadt haben. (Foto: Katharina Wieland Müller/www.pixelio.de)
Bürger der Stadt Tübingen können ab sofort einen Zuschuss für den Kauf eines elektrischen Mopeds oder eines Pedelec bekommen, wenn sie ihr altes Mofa oder ihren Zweitakt-Roller verschrotten lassen. Dies beschloss der Tübinger Gemeinderat Ende Juli. (02.08.2016)

Die Abwrackprämie für Mopeds, Mofas oder Roller mit Zweitakt-Motoren beträgt 500 Euro. Insgesamt stehen für das Programm maximal 25.000 Euro zur Verfügung, teilte die Stadtverwaltung mit.

"Mehr Schadstoffe als alle Busse zusammen"

"Die Abgas-Emissionen alter Mofas und Mopeds mit Zweitakt-Motor sind erschreckend hoch", erklärte Oberbürgermeister Boris Palmer.  "Es ist davon auszugehen, dass sie zum Beispiel in der Tübinger Mühlstraße mehr Schadstoffe produzieren als alle Busse zusammen. Mit der Abwrackprämie erleichtern wir den Umstieg und sorgen dafür, dass die Luft sauberer wird".

Der Tübinger Gemeinderat appellierte zudem an die Bundes- und die Landesregierung, eine Plakettenverordnung für motorisierte Zweiräder zu schaffen und die Einfahrt von Fahrzeugen mit Zweitakt-Motor in Luftreinhaltegebiete in Zukunft grundsätzlich zu untersagen. Die Universitätsstadt ist die erste Kommune, die speziell Anreize für die Verschrottung von Zweitaktmotoren schafft. Die Abwrackprämie für fossile Kleinkrafträder ist eine Maßnahme im Rahmen der städtischen Klimaschutzkampagne "Tübingen macht blau". Deren Fortsetzung hatte der Gemeinderat am 30. November 2015 beschlossen. Ziel ist es, die energiebedingten CO2-Emissionen pro Kopf in Tübingen bis 2022 um 25 Prozent gegenüber dem Wert von 2014 zu reduzieren.

Die Landeshauptstadt München hatte schon im vergangenen Jahr beschlossen, in den Jahren 2016 und 2017 vierrädrige E-Fahrzeuge mit bis zu 4.000 Euro zu fördern. Hinzu kommt ein Bonus von 1.000 Euro, wenn nachgewiesen wird, dass das E-Fahrzeug ein Benzin- oder Dieselfahrzeug ersetzt. Weitere 500 Euro Förderung sind möglich, wenn das Fahrzeug vertraglich mit Öko-Strom aufgeladen wird. Zusammen sind also maximal 5.500 Euro möglich.

Bei zwei bis dreirädrigen E-Fahrzeugen werden 25 Prozent der Anschaffungskosten (ohne Mehrwertsteuer) bis zu einer maximalen Fördersumme von 1.000 Euro für Lasten-Pedelecs bzw. 500 Euro für Pedelecs und Elektroroller gefördert. Insgesamt will die Isar-Stadt 22,2 Millionen Euro für die Kaufprämien zur Verfügung stellen.

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