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11. Kongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hamburg

Hendricks: Leipzig-Charta geht weiter

Auf dem 11. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hamburg: Bundesbauministerin Barbara Hendricks (links) und Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. (Foto: BS/Einhaus)
Auf dem 11. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hamburg: Bundesbauministerin Barbara Hendricks (links) und Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. (Foto: BS/Einhaus)
"Den integrierten Ansatz der Leipzig-Charta wollen wir auch künftig fortführen", erklärte Bundesbauministerin Barbara Hendricks am Dienstag auf dem 11. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hamburg. Schon Anfang des Jahres habe man begonnen, um bis zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 die Charta weiterzuentwickeln. (15.07.2017)

Die Veranstaltung fand statt unter dem Titel "10 Jahre Leipzig-Charta – für eine nachhaltige europäische Stadt". Die Charta bildet das zentrale Dokument zur integrierten Stadtentwicklung in Europa und war gleichzeitig der Start der Initiative für eine Nationale Stadtentwicklungspolitik in der Bundesrepublik. Ziel sei es nun, die Nationale Stadtentwicklungspolitik als wirksamen Impulsgeber für innovative, solidarische, ressourcenschonende und postfossile Städte weiterzuentwickeln, sagte Hendricks. "Städte und Stadtgesellschaften verändern sich. Mehr Menschen wollen und werden in Städten leben. Städte werden voller, bunter, auch älter."

OB Schostok: Städtische Lebensqualität und Teilhabe

Die Leipzig-Charta habe in den vergangenen zehn Jahren den Fokus auf das Quartier eröffnet, erklärte Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostock. Viel mehr als zuvor befassten sich heute nicht nur die Verwaltungen, sondern immer stärker auch die Politik mit kleinräumigen Strukturen bis runter auf die Kiez-Ebene. Dabei gehe es um Dichte, Mischung und Urbanität. "Wir haben sehr unterschiedliche Städte in Europa. Die Leipzig-Charta hat dazu beigetragen, dass wir trotzdem aber mittlerweile ein einheitliches Verständnis über Ziele und Standardprozesse in der Stadtentwicklungspolitik erlangt haben", sagte Schostok.  

Neben Funktion und Effizienz von Städten hat aus Sicht des Oberbürgermeisters gerade die soziale Komponente in den letzten zehn Jahren an Bedeutung gewonnen. Der soziale Zusammenhalt wirke heute als gleichberechtigtes Ziel. Auch Umweltfaktoren wie Lärm- und Abgasemissionen seien in den Vordergrund getreten. Um Lebensqualität und Teilhabe an Bildung und Kultur für alle zu gewährleisten, sei der Zuzug vor allem in den Städten die große Herausforderung. Die Bedeutung von Städten und das Verständnis für ihre Probleme sei nicht nur bundesweit, sondern international gestiegen. Die Leipzig Charta 1.0 habe viele Beispiele gelungener Stadtgestaltung gezeigt. Auch wenn deren Übertragbarkeit nicht einfach zu machen sei, so gehe es darum, bei sich vor Ort erst einmal den Prozess anzustoßen.  Durch die Bürgerbeteiligung bei "Mein Hannover 2020" habe man es geschafft, durch einfache Leitfragen über 6 Monate insgesamt 20.000 Menschen zu beteiligen und

Mehrebenen-Governance-Ansatz

Schostok, der auch Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages ist, hält in Zukunft einen Mehrebenen-Governance-Ansatz für unerlässlich. Es gelte, die unterschiedlichen Stakeholder und verschiedene Generationen einzubeziehen und voneinander zu lernen. "Wir müssen die Integration der verschiedenen Fachpolitiken noch vertiefen."

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