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Exakt bemessen, weniger bezahlen

Neues System im Südtiroler Brixen wiegt Restmüll während der Entleerung

Ein neues System verhilft dazu, den Inhalt von Mülltonnen während der Leerung zu wiegen.   (Foto: Gabi Schoenemann/www.pixelio.de)
Ein neues System verhilft dazu, den Inhalt von Mülltonnen während der Leerung zu wiegen. (Foto: Gabi Schoenemann/www.pixelio.de)
Bürger der Stadt Brixen in der italienischen Provinz Bozen bezahlen seit Anfang des Jahres den Restmüll nicht mehr pauschal nach Fassungsvermögen ihrer Tonne, sondern nach tatsächlich angefallenem Gewicht. Dies ermöglicht ein neues Wiegesystem, teilten die Stadtwerke Brixen mit. (25.04.2017)

Möglich macht dies eine homologierte Wiegetechnik, mit dem die Müllsammelfahrzeuge ausgestattet sind und das eine italienische Firma aus Vicenza herstelle. Das System kann demnach das Brutto- und Nettogewicht der Tonnen feststellen, ohne den Entleerungsvorgang zu behindern.

"Kunden, die ihren Restmüll über die Presscontainer entsorgen, kennen bereits den Vorteil dieser Verrechnungsart: Sie bezahlen seit jeher jene Menge an Müll, die sie tatsächlich entsorgen, erklärt Michele Bellucco, der Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen AG. "Kunden, die ihren Restmüll klassisch, also über die Tonne entsorgen, sind jetzt den Kunden mit  personalisierter Transponderkarte gleichgestellt.“ Jeder Bürger bezahle nur mehr das effektiv anfallende Gewicht des Restmülls. Der Tarif beträgt 0,3547 Euro pro Kilogramm.

Die Konsequenz: Wer wenig Restmüll produziert, zahlt weniger Entsorgungsgebühren. Das neue Verrechnungssystem komme nun flächendeckend zum Einsatz und sei ein weiterer Ansporn, den Restmüll durch eine saubere Trennung von Wertstoffen und Biomüll zu reduzieren, so der Generaldirektor der Brixener Stadtwerke,  Wolfgang Plank.

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