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Stadtentwicklung

Globale Entwicklungen im Kleinen händeln

Stadtentwicklung und -planung müssen sich im Kleinen damit auseinandersetzen, was im Großen auf der politischen und gesellschaftlichen Bühne abläuft. (Foto: La Laetti, cc by 2.0, flickr.com)
Stadtentwicklung und -planung müssen sich im Kleinen damit auseinandersetzen, was im Großen auf der politischen und gesellschaftlichen Bühne abläuft. (Foto: La Laetti, cc by 2.0, flickr.com)
Nicht nur der Bund steht vor der großen Herausforderung, der wachsenden Vielfalt der Gesellschaft zu begegnen, sondern vor allem die Städte und Gemeinden. Sie müssen Mittel und Wege finden, gesellschaftliche Partizipation in Form eines nachbarschaftlichen Miteinanders für alle Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. Globale Entwicklungen wie Migrationsbewegungen ändern das Stadtbild. Um eine zunehmende Polarisierung zu verhindern, sind Stadtplanung und Quartiersmanagement gefragt. (24.11.2017)

Städte sind Kulisse und Austragungsort sozialer Fragen. Neben Phänomenen der Gentrifizierung, die zu einer Spaltung der Stadtgemeinschaft auf monetärer Ebene führen, gebe es einen "neuen Klassenkampf" in den Stadtgebieten, wie der Soziologe Prof. Dr. Heinz Bude im Rahmen des diesjährigen Verbandstags des Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung e.V. (vhw) unter dem Titel "Mit Vielfalt umgehen! – Eine Herausforderung für lokale Demokratie und Stadtentwicklung" feststellte. Moderne Stadtplanung müsse in der Basis auf "Strukturen langer Dauer" und das Bewahren von Traditionen und Ritualen setzen, um einer gesellschaftlichen Spaltung vorzubeugen.

Daneben brauche es aber auch einen starken politischen Willen, betont der Amtsleiter Arbeitsförderung, Statistik und Integration der Stadt Offenbach am Main, Dr. Matthias Schulze-Böing. "Nicht so viel reden, einfach machen!", fordert der gleichzeitige Geschäftsführer der MainArbeit, dem kommunalen Jobcenter Offenbachs. Viele kleine Initiativen einer experimentierfreudigen Stadtplanung sollen dem gesamten Stadtteil einen Mehrwert bringen. Dabei brauche es "ein bisschen unternehmerischen Spirit" auch im Quartiersmanagement.

kh


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