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Kampf den CO²-Emissionen

Greifswald punktet mit Umwelt-Masterplan

Die Welt und deren Schutz liegt in unseren Händen. Die Stadt Greifwald engagiert sich nun noch stärker beim Klimaschutz als bisher. Mit ihrem "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" stellt sie 55 Maßnahme zur CO²-Reduzierung vor. (Foto: S. Hofschlaeger, pixelio.de)
Die Welt und deren Schutz liegt in unseren Händen. Die Stadt Greifwald engagiert sich nun noch stärker beim Klimaschutz als bisher. Mit ihrem "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" stellt sie 55 Maßnahme zur CO²-Reduzierung vor. (Foto: S. Hofschlaeger, pixelio.de)
Die Stadt Greifswald hat ihr Umweltschutzkonzept vorgestellt – das ambitionierte Ziel: CO² frei bis 2050. 55 Maßnahmen sind dafür vorgesehen, um dies zu erreichen. "Schon seit vielen Jahren verfolgt Greifswald anspruchsvolle Ziele beim Klimaschutz", sagt Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder. (06.11.2017)

Auch die Stadtverwaltung gehe mit gutem Beispiel voran, betont Bausenatorin Jeannette von Busse. "Dank der Gebäudeleittechnik und einem Energiemanagement ist der Energiebedarf in kommunalen Gebäuden stetig zurückgegangen", fuhr sie fort. Von 1990 bis 2015 sanken die CO²-Emissionen der Stadt um 40 Prozent sowie der Energieverbrauch um 8,5 Prozent.

95 Prozent Förderung!

Die Stadt erhält für ihr Vorhaben Bundesfördermittel: 95 Prozent kommen vom Bund, fünf Prozent ist Eigenanteil. Sie ist zudem die einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, die den Zuschlag vom Bundesministerium für einen "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" erhalten hat. Deutschlandweit nehmen 22 Kommunen mit ihren Klimaschutzplänen teil. Dadurch erhoffe sich der Bund zum einen eine Signalwirkung und zum anderen Praxisbeispiele. Die Förderung erstreckt sich über einen Zeitraum von vier Jahren.

55 Maßnahmen um frei von Emissionen zu werden

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem: Ein betriebliches Fuhrparkmanagement, Ökostrom für städtische Gebäude, wieder vernässte Moore im Stadtgebiet, autofreie Wohnquartiere oder die Einführung einer "grünen Hausnummer" für energetisch sanierte Eigenheime. Aber auch der ÖPNV, das Fahrrad sowie E-Mobilität sollen entscheidende Rollen spielen, um die Straßen zu entlasten. "Ganz aktuell bemüht sich die Stadt um den Ausbau der Elektro-Mobilität. Wir wollen in Kooperationen mit den Stadtwerken nach sinnvollen Standorten für E-Ladesäulen suchen", so Bausenatorin Jeannette von Busse. Auch weitere Reduzierung der ÖPNV-Leistungen sollen gestoppt werden. Durch den demografischen Wandel bedingt, würde zudem eine verbesserte regionale Vernetzung angestrebt. Dies bedeutet neue Angebote: Mischformen zwischen Linienbussen und Taxiverkehr, welche nach Bedarf fahren und kleinere Fahrzeuge umfassen. An Schnittstellen wie Park+Ride-Plätzen würden dann E-Ladestationen für E-Bikes errichtet.

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