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Luftbelastung trotz Umweltzonen zu hoch

Umweltzonen sind nur ein Teil der Lösung. (Foto: BS/GTÜ/www.pixelio.de)
Umweltzonen sind nur ein Teil der Lösung. (Foto: BS/GTÜ/www.pixelio.de)
Eine Untersuchung des Umweltbundesamtes (UBA) ergab, dass die Luft in Deutschland auch 2011 zu stark mit Feinstaub und Stickstoffdioxid belastet war. Die Feinstaub-Werte lagen im Mittel sogar über dem Niveau der vorangegangenen vier Jahre. Die Umweltzonen scheinen die Luftqualität nicht signifikant zu verbessern, Experten fordern zusätzliche Maßnahmen. (08.02.2012)

Vor allem in direkter Nähe zu Straßen werden in Städten und Ballungsräumen die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid zu häufig überschritten. Beim Feinstaub lagen 42 Prozent der verkehrsnahen Stationen über dem zulässigen Tagesgrenzwert; dieser erlaubt nur 35 Tage mit über 50 Mikrogramm Feinstaub (PM10) pro Kubikmeter Luft (µg/m3) im Tagesmittel. Beim Stickstoffdioxid (NO2) lagen 57 Prozent der städtisch verkehrsnahen Stationen über dem erlaubten Jahresmittelwert von 40 µg/m3.

Für UBA-Präsident Jochen Flasbarth sind Umweltzonen ein geeignetes zur Reinhaltung der Luft, sie seien jedoch nur ein Teil der Lösung, da Feinstaub und Stickstoffoxide zu großem Teil auch bei Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalten entstehen. Emissionen aus der Landwirtschaft tragen ebenfalls zur Feinstaubbelastung bei. Erfolgreiche Luftreinhaltung funktioniere nur, wenn alle Sektoren einen Beitrag leisten, so Flasbarth. Auch ADAC-Vizepräsident Klaus Becker sieht das ähnlich. Nur neun Prozent der gesamten Feinstaubbelastung stammen aus dem Verkehr, so Becker.

Bereits verschärft wurden deshalb die Emissionsvorschriften für Kleinfeuerungsanlagen, demnächst soll auch an den Grenzwerte für Industrieemissionen gerüttelt werden.

Ein weiterer Faktor, sei das Wetter: Bei austauscharmen Hochdruckwetterlagen werde die Luft viel weniger durchmischt. Das könne dazu führen, dass die Luft selbst dann schlechter werde, wenn die Emissionen der Autos, Heizungen oder Fabriken gleich bleiben. Im Jahr 2011 habe es gleich mehrere solcher austauscharmen Wetterlagen gegeben.




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