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BND-Bau: 1,3 Milliarden plus X

BND-Baustelle: Hauptgebäude im März 2010. (Foto: BS/Alexander Obst/Marion Schmieding)
BND-Baustelle: Hauptgebäude im März 2010. (Foto: BS/Alexander Obst/Marion Schmieding)
Die Gesamtkosten für das Gebäude, den Umzug die Übergangsmaßnahmen und die Technik der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin schätzt die Bundesregierung auf 1,3 Milliarden Euro. Das Gebäude soll Ende 2014 bezogen werden. Dies geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Links-Fraktion im Bundestag hervor. (06.02.2012)

Nicht enthalten seien darin die Kosten für die Verkleinerung des bisherigen Gebäudekomplexes in Pullach bei München. Auch enthielten die bisherigen Berechnungen nicht die zusätzlichen Kosten, die ein Auftragsnehmer beim Einbau der Klimaanlage verursacht habe, so die Bundesregierung.

40 Einzelaufträge für Klimaanlage

Die für die Raumlufttechnischen Anlage zuständige Firma hat demnach DIN-Vorschriften unbeachtet gelassen. Dies hätte den strukturierten Gesamtbauablauf massiv stören können, weshalb man versucht habe, den Auftragnehmer zu einer sachgerechten Leistungserbringung zu bewegen, "von partnerschaftlichen Gesprächen bis hin zur Ankündigung juristischer Schritte". Das dann vorgelegte Sanierungskonzept sei jedoch unvollständig und fachlich unschlüssig gewesen. Das für die Prüfung zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) kam zu dem Schluss, dass eine weitere Zusammenarbeit zu noch größeren Schäden geführt und auch ein gewonnener Prozess keine adäquate Mängelbeseitigung bewirkt hätte. Die Bauherrin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), habe dem Unternehmen daraufhin Mitte Juli 2011 gekündigt.

Nun soll die Klimaanlage bis Mitte 2012 komplett installiert werden. Die Aufgabe sei dafür in 40 Einzelaufträge aufgeteilt worden, die ersten 21 Teilpakete seien bereits fertig gestellt, so die Bundesregierung. Die Demontageleistungen in den Regelbürobereichen des ersten Gebäudeflügels wurden demnach im Dezember 2011 abgeschlossen.

1.120 Subunternehmer haben Zutritt

Zudem erklärt die Bundesregierung, dass rund 180 Hauptauftragnehmer und 1.120 Subunternehmer mit schätzungsweise insgesamt 5.300 Mitarbeitern auf der Baustelle tätig seien und Zutritt zum Gelände hätten. Darunter 50 Leiharbeitsfirmen.

Zur Überwachung der Baustelle setze der BND selbst 60 Mitarbeiter ein, heißt es. Für die Zugangskontrolle zum Baufeld kämen rund 50 verschiedene Leiharbeitsfirmen mit insgesamt 1.200 Mitarbeitern zum Einsatz. Insgesamt seien 50 Millionen Euro für Sicherheitsanforderungen berücksichtigt, jeweils hälftig für die Leistungen des BND und die der externen Personaldienstleister.

Der Beginn des BND-Umzugs von Pullach nach Berlin soll ab Ende 2014 erfolgen. Geplant sind ein frühzeitiger Pilotumzug und neun Regelumzüge im Umfang von jeweils 400 Arbeitsplätzen.




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