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Nord gegen Süd

Bei der Matroschka wächst die Zahl der Puppen mit jeder Figur. Anders die Bevölkerung in Russland. Diese nimmt bis zum Jahr 2050 um rund 18 Prozent ab.
Foto: BS/Martina Taylor/pixelio
Bei der Matroschka wächst die Zahl der Puppen mit jeder Figur. Anders die Bevölkerung in Russland. Diese nimmt bis zum Jahr 2050 um rund 18 Prozent ab. Foto: BS/Martina Taylor/pixelio
Zwischen 1993 und 2010 ist Russlands Bevölkerung um sieben Millionen Menschen geschrumpft. Bis zum Jahr 2050 könnte die Bevölkerungszahl um weitere 25 Millionen abnehmen. Doch nicht alle Gebiete sind gleichermaßen betroffen. (14.04.2011)
Bei der Matroschka wächst die Zahl der Puppen mit jeder Figur. Anders die Bevölkerung in Russland. Diese nimmt bis zum Jahr 2050 um rund 18 Prozent ab. Foto: BS/Martina Taylor/pixelio
Bei der Matroschka wächst die Zahl der Puppen mit jeder Figur. Anders die Bevölkerung in Russland. Diese nimmt bis zum Jahr 2050 um rund 18 Prozent ab.

(Foto: BS/Martina Taylor/www.pixelio.de)

Die Studie "Die schrumpfende Weltmacht – die demographische Zukunft Russlands und der anderen post-sowjetischen Staaten" des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zeigt aufgeteilt nach 141 Regionen in acht Föderationskreisen sowie den 14 benachbarten Staaten ein zweigeteiltes Bild. Der Norden schrumpft, der Süden wächst. Grund hierfür sind einerseits eine sinkende Geburtenzahl und andererseits Wanderungen innerhalb des Landes. So bekommen Frauen im Norden im Schnitt 1,54 Kinder und damit zu wenig für ein stabiles Bevölkerungswachstum, während in den östlichen und südlichen Regionen sowie in Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan die Geburtenrate zwischen 2,1 und 2,78 Kinder pro Frau liegt. Grund für diese unterschiedlichen Geburtenraten sind die teilweise fehlenden sozialen Sicherungssysteme, die durch die Familie ersetzt werden, erklärte Stephan Sievert, Autor der Studie.

Zum anderen führt der Entwicklungsstand der einzelnen Regionen zu Abwanderungen der jungen Menschen in einige wenige Städte und Regionen. So bleibt in Städten wie Moskau und St. Petersburg oder in Regionen wie Krasnodar am Schwarzen Meer und Tatarstan westlich des Urals die Bevölkerung trotz niedriger Geburtenzahlen durch Zuwanderung stabil oder kann sogar leicht zulegen. Demgegenüber schrumpft in zwei Drittel der Regionen die Bevölkerung wegen geringerer Geburtenraten und höherer Sterbezahlen auf Grund einer fortgeschrittenen Alterung. Dazu kommt, dass die Lebenserwartung in Russland mit 67,9 Jahren (Männer sogar nur 62,8 Jahre) im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich ist. Häufigste Todesursachen sind Herz-Kreislauf Erkrankungen gefolgt von Morden, Selbstmorden und Vergiftungen. Dabei sind 72 Prozent der Morde und 42 Prozent der Selbstmorde auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen.


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