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Willkommene Wolken

Die Nutzung von Cloud Services ist abhängig von der Benutzbarkeit und Handhabbarkeit, sind sich Thomas Feike (ITDZ Berlin) (mitte) und Jens Fromm (ÖFIT) (links) einig. (Foto: BS/Köstler-Messaoudi)
Die Nutzung von Cloud Services ist abhängig von der Benutzbarkeit und Handhabbarkeit, sind sich Thomas Feike (ITDZ Berlin) (mitte) und Jens Fromm (ÖFIT) (links) einig. (Foto: BS/Köstler-Messaoudi)
"Der Kunde merkt nicht, ob er in der Cloud ist oder nicht, für ihn ist wichtig, dass die Services funktionieren", sagte Thomas Feike, Fachbereichsleiter im ITDZ Berlin zum Cloud-Computing in der öffentlichen Verwaltung. Für diese gehe es aber darum, mittels Automatisierung und Standardisierung Effizienzvorteile und Kosteneinsparungen zu erzielen. (03.12.2014)

Aufgabe des Dienstleisters sei es, erstens die Services bereitzustellen, zweitens über all den Wolken den Überblick zu behalten. Der Erfolg gibt ihm recht: Um 15 bis 20 Prozent konnten die Kosten durch die Digitalisierung von Arbeitsprozessen gegenüber der manuellen Bearbeitung gesenkt werden. Bei der Bereitstellung von Serverkapazitäten sogar um 70 bis 75 Prozent gegenüber der Bereitstellung physikalischer Geräte, berichtete der Fachbereichsleiter.

Gleichzeitig sei für alle eine Win-Win-Situation eingetreten. Zum einen konnte die Vielzahl von Einzellösungen für gleiche Probleme durch Transformation und Bündelung in einer Private Cloud reduziert werden. Zum anderen können Kapazitäten je nach Bedarf und ohne Durchführung eines Vergabeverfahrens genutzt werden, wobei nur die tatsächliche Nutzung bezahlt werden muss. Außerdem wirke sich die Bereitstellung dieser Services über das Berliner Landesnetz gleichzeitig motivationsfördernd auf die Mitarbeiter aus, da auch sie von Qualitätssteigerungen und Vereinfachungen profitieren.

Letztendlich habe das ITDZ Berlin aus allen Zielanforderungen an die IT eine Cloud-Map mit externer Beratung und Unterstützung realisiert und für die Umsetzung in der Industrie nach Best Practices gesucht. "Funktionierende Lösungen gibt es in der Industrie bereits, diese können sehr leicht in die öffentliche Verwaltung migriert werden", sagte Feike. Eine Insel Verwaltung, die für alles eine neue, eigene Lösung benötige, gebe es nicht.

Nächster Schritt in der Evolution

Für Jens Fromm, Leiter des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT), ist die Umstellung auf Cloud Computing ein weiterer Schritt. "Wir befinden uns in einer Evolution", so der Wissenschaftler. Der Gedanke, mit unterschiedlichen Endgeräten auf Daten zuzugreifen sei ja nicht neu. Vor zehn Jahren habe man das schon mit Webservices, Terminals und Servern gelöst. Sein Institut habe deshalb einen Fahrplan Cloud Computing erstellt, der auf circa 20 Seiten die wichtigsten Schritte beschreibt. "Überlegen sie zuerst, was es schon gibt und machen sie sich dann Gedanken, was ihre tatsächlichen Bedarfe sind", riet Fromm den Teilnehmern des vollbesetzten Forums des Behörden Spiegel.

Entscheidend für die Nutzung von Cloud-Services seien jedoch nach wie vor Benutzbarkeit und Handhabbarkeit, sind sich Feike und Fromm einig.

jf

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