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Polizeitag München

Keine eigenen operativen Befugnisse

Stellte die Aufgaben der Zentralstelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) vor: Wilfried Karl. (BS/Feldmann)
Stellte die Aufgaben der Zentralstelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) vor: Wilfried Karl. (BS/Feldmann)
Die neu geschaffene Zentralstelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) soll vor allem Bundeskriminalamt, Bundespolizei und Bundesamt für Verfassungsschutz bei ihrer Arbeit unterstützen. Eigene operative Befugnisse stehen ihr, deren Mitarbeiter ab 2022 in einem Neubau auf dem Gelände der Bundeswehr-Universität München untergebracht werden und derzeit noch an einem anderen Standort in der bayerischen Landeshauptstadt arbeiten, allerdings nicht zu. Das machte ZITiS-Leiter Wilfried Karl deutlich. Außerdem unterstrich er: "Wir sind keine neue Polizei und kein neuer Nachrichtendienst." (11.12.2017)

Vielmehr solle die Stelle als Dienstleister für Forschung und Entwicklung fungieren. Dabei solle auch Grundlagenforschung getätigt werden, so Karl. Eines werde es aber nicht geben: "Es ist nicht die Aufgabe von ZITiS, Hintertüren in Software einzubauen."

Zentrale Arbeitsbereiche seien digitale Forensik, Techniken der Telekommunikationsüberwachung, Kryptoanalyse und die Auswertung großer Datenmengen. Welche Projekte dabei genau durchgeführt werden, lege ein einmal jährlich tagender Beirat in einem Jahresarbeitsprogramm fest. Das Gremium bestehe aus Vertretern von ZITiS, Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz und müsse seine Aufträge an die ZITiS einstimmig beschließen.

Zahlreiche Bedarfsträger

Aus diesem Grunde konstatierte Karl: "Unsere Arbeit ist kein Selbstzweck." Vielmehr würden über den Beirat auch Bedarfe der Landesämter für Verfassungsschutz, der Landeskriminalämter und des Bundesnachrichtendienstes einfließen. Außerdem fungiere man auch als Bindeglied zu Forschung und Wissenschaft. Für die Arbeit bei ZITiS, deren Existenz nicht auf einem Gesetz, sondern auf einem Ministererlass beruhe, seien vor allem Absolventen technisch-mathematischer Studiengänge gefragt. So suche man u.a. Ingenieure und Informatiker.

mfe




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