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Förderprogramm für Flüchtlinge

Betriebliche Integration durch "Willkommenslotsen"

Hier besucht Brigitte Zypries eine Iranerin, die im August erfolgreich vermittelt werden konnte. Sie hat eine Ausbildung zur Bauzeichnerin begonnen. (Foto: BS/BMWi)
Hier besucht Brigitte Zypries eine Iranerin, die im August erfolgreich vermittelt werden konnte. Sie hat eine Ausbildung zur Bauzeichnerin begonnen. (Foto: BS/BMWi)
Das Einstellen und Integrieren von Flüchtlingen in Großunternehmen soll leichter werden – dafür sorgen ab Oktober 2017 sogenannte "Willkommenslotsen". (21.09.2017)

Bereits im März 2016 startete das Bundeswirtschaftsministerium unter der Leitung von Brigitte Zypries (SPD) das Programm "Willkommenslotsen", um Unternehmen wie Flüchtlinge bei der Besetzung offener Arbeits- und Ausbildungsstellen zu unterstützen. Zunächst bezog sich das Projekt noch auf kleine und mittelständige Unternehmen, denen laut Aussage der Bundeswirtschaftsministerin rund 7.686 Flüchtlinge erfolgreich vermitteln werden konnten. Davon befinden sich 3.878 in Praktika, 542 in Hospitation, 1.156 in der Einstiegsqualifizierung, 1.344 in Ausbildung und 766 in Arbeit. Ab Oktober plant man das Programm auch auf große und mittelständische Unternehmen zu erweitern. Interessierte Unternehmen können noch bis zum 31. Oktober 2017 einen Antrag auf die Förderung von Willkommenslotsen stellen.

Was macht ein Willkommenslotse?

Derzeit sind rund 150 speziell geschulte Berater in 110 Kammern und anderen Organisationen der Wirtschaft tätig. Sie beraten die Betriebe zu rechtlichen Rahmenbedingungen und möglichem Verwaltungsaufwand und helfen sowohl dem Unternehmen als auch dem Flüchtling dabei regionale wie nationale Förder- und Unterstützungsangeboten zu finden. Der Willkommenslotse hilft außerdem bei Fragen zu Sprachförderung, Aufenthaltsstatus, Qualifikationsbedarf. Geschult werden sie vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA). Außerdem stellen das KOFA Informationsmaterialien für die Beratung zur Verfügung. Finanziell getragen wird das Projekt zu 70 Prozent durch das Bundeswirtschaftsministerium (etwa 24 Millionen Euro) und zu 30 Prozent durch die Wirtschaft (10 Millionen Euro).

jse




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