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Integration ist der rote Faden

Rückkehrer, Kinder und Mütter im Visier des Verfassungsschutzes NRW

NRW-Verfassungsschutzchef Freier plädiert für Integration zur Extremismusbekämpfung. (Foto: BS/Toby Giessen)
NRW-Verfassungsschutzchef Freier plädiert für Integration zur Extremismusbekämpfung. (Foto: BS/Toby Giessen)
"Repressive Maßnahmen sind eine Möglichkeit, doch die Integration ist der rote Faden gegen Radikalisierung und Extremismus", sagte Burkhard Freier, Chef des NRW-Verfassungsschutzes heute auf dem Kommunalen Flüchtlings- und Integrationskongress der Behörden Spiegel Stiftung in Neuss. 80 Prozent aller Radikalisierungsfälle ließen sich in Familie und Schule erkennen. (08.11.2017)

Orientierungslosigkeit und Suche nach Anerkennung treibe Minderjährige auch in die Fänge salafistischer Extremisten.

Zur aktuellen Sicherheitslage sagte Freier, beunruhige den Verfassungsschutz die Zunahme der weiblichen Angehörigen in der salafistischen Szene auf 12 Prozent mit steigender Tendenz. Mädchen und Frauen seien häufig soziale Bindeglieder und für den sozialen Zusammenhalt der extremistischen Gruppen wichtig. Als Mütter erzögen sie zudem ihre Kinder in extremistischem Gedankengut.

Alleine in Nordrhein-Westfalen werden 2017 ca. 3000 Salafisten gezählt. In den Kampf nach Syrien oder Irak seien aus NRW 250 Menschen ausgereist, 75 zurückgekehrt. Der Verfassungsschutz befürchtet eine Verschärfung der Sicherheitslage durch weitere Rückreisende – insbesondere Kinder. Rückkehrende Minderjährige stünden im Fokus der Radikalisierungsbemühungen des IS. Zudem werde damit gerechnet, dass nach Deutschland zurückkommende "Kinder-Soldaten" den Betreuungsaufwand deutlich erhöhen werden, allerdings auch als Gefährder eingestuft werden müssen.

rup




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