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Bundespolizeidirektion 11 vorgestellt

"Neuer Baustein für die Sicherheitsarchitektur"

Bei der Pressekonferenz zum Ministerbesuch in der neuen Liegenschaft der Bundespolizei in Berlin: der Präsident des Bundespolizeipräsidiums Romann, der Bundesinnenminister de Maizière und der Präsident der Bundespolizeidirektion 11 Lindner (v.l.) (Foto: BS/Stiebel)
Bei der Pressekonferenz zum Ministerbesuch in der neuen Liegenschaft der Bundespolizei in Berlin: der Präsident des Bundespolizeipräsidiums Romann, der Bundesinnenminister de Maizière und der Präsident der Bundespolizeidirektion 11 Lindner (v.l.) (Foto: BS/Stiebel)
Seit 1. August 2017 werden alle Spezialkräfte der Bundespolizei unter einheitlicher Führung in der neuen Bundespolizeidirektion 11 (BPOLD 11) zusammengefasst. Bei seinem Besuch in der neu erworbenen Liegenschaft in Berlin, sprach Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière von einem "neuen Baustein für die sich stetig verändernde Sicherheitsarchitektur". (08.08.2017)

Ziel sei eine Zusammenführung der Spezialkräfte der Bundespolizei, "damit Führung, Einsatz und Koordination aus einer Hand geschehen können", wie de Maizière erklärte. Der Auftrag der Errichtung der neuen Direktion sei eine Reaktion auf die fünf vollendeten Terroranschläge in Deutschland des letzten Jahres. Mit Blick auf Anschläge von Paris und Brüssel bekräftigte der Bundesinnenminister, dass auch die Analyse von Lagen, die es Deutschland so noch nicht gegeben habe, einen starken Einfluss auf die Entscheidung gehabt hätte.

Die BPOLD 11 gliedert sich in einen Einsatzstab und die Spezialkräfte GSG 9, Bundespolizei-Flugdienst, Polizeiliche Schutzaufgaben Ausland, Besondere Schutzaufgaben Luftverkehr sowie Einsatz- und Ermittlungsunterstützung. Außerdem wird das Entschärferwesen in die Direktion eingegliedert. Wahrgenommen werden die Führungsaufgaben in der neu erworbenen Liegenschaft am Schöneberger Ufer in Berlin. Vorgesehen sind zunächst 100 und perspektivisch zum Abschluss des Aufbaus 300 Mitarbeiter.

Angebot für länderübergreifende Zusammenarbeit

Dr. Dieter Romann, Präsident des Bundespolizeipräsidiums, sprach in seiner Begrüßung von einem "besonderen Tag für die Bundespolizei und die Sicherheitsarchitektur Deutschlands" sowie von einem "Meilenstein für Bund und Länder". Zwar liege das unmittelbare Ziel bei der Errichtung der Direktion in einer Bündelung der Kompetenzen der Spezialkräfte, um Synergien freizusetzen und die Bundespolizei krisenfester zu machen. Er versicherte allerdings: " Jeder Bedarfsträger kann notwendige Werkzeuge jederzeit und in jeder Lage anfordern." Mit der Neu-Organisation im Bereich der Spezialkräfte sei auch das Angebot für verbesserte länderübergreifende Zusammenarbeit und bessere Hilfeleistung in komplexen Lagen verbunden, wie auch de Maizière bekräftigte.

"Der Schlüssel für die Sicherheit sind agile und grenzübergreifende Netzwerke", sagte Olaf Linder, der erste Präsident der neuen Bundespolizeidirektion 11. Intern müsse es zur effektiven Bündelung der Kräfte zunächst darum gehen, "zu Teams zusammenzuwachsen, die einander Vertrauen und mit den jeweiligen speziellen Fähigkeiten geschlossen agieren." Man stehe hier am Anfang eines langen Weges, den man im Schulterschluss mit Partnern in Deutschland aber auch Europa und der Welt gehen wolle, betonte Lindner. Dazu solle über Ländergrenzen und verschiedene Sicherheitskulturen hinweg Kontakt gesucht und gepflegt werden – auch mittels Hospitationen, gegenseitiger Beratung und gemeinsamen Trainings.

stb




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