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IT-Sicherheit

Deutsche Forschungszentren veröffentlichen Positionspapier

Um die Cyber-Sicherheitslage in Deutschland zu verbessern, fordern Forscher der großen Kompetenzzentren mehr Investitionen in heimische Lösungen. (Foto: Blue Coat Photos/cc by-sa 2.0/www.flickr.com)
Um die Cyber-Sicherheitslage in Deutschland zu verbessern, fordern Forscher der großen Kompetenzzentren mehr Investitionen in heimische Lösungen. (Foto: Blue Coat Photos/cc by-sa 2.0/www.flickr.com)
Im Rahmen der Nationalen Konferenz IT-Sicherheitsforschung 2017 haben die drei vom Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten deutschen Kompetenz- und Forschungszentren ein Positionspapier zur IT-Sicherheitsforschung vorgelegt. Darin fordern sie unter anderem digitale Souveränität als strategisches Ziel für Deutschland. (15.02.2017)

Die Autoren des Positionspapiers "Cybersicherheit in Deutschland" sind CISPA (Center for IT-Security, Privacy and Accountability, Saarbrücken), CRISP (Center for Research in Security and Privacy, Darmstadt) und KASTEL (Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie, Karlsruhe).

Sie geben im Papier zunächst eine Einschätzung der IT-Sicherheitslage ab. Trotz einiger begrüßenswerter politischer Maßnahmen der letzten Jahre stagniere die Cyber-Sicherheitslage in Deutschland und weltweit.

Ursachen sehen die Autoren unter anderem darin, dass beim überwiegenden Teil heutiger Technologie Sicherheit nicht ausreichend im Entwicklungsprozess berücksichtigt werde und dass es an Fachkräften für Cyber-Sicherheit mangele. Außerdem überforderten die steigende Komplexität und Dynamik der IT-Systeme klassische Methoden und Denkweisen der Wissenschaft.

Für die nahe Zukunft prognostizieren die Forscher steigende Herausforderungen durch zunehmende Komplexität und Verbreitung neuer Technologien sowie weitere Bedrohungen durch neue Angriffstechniken. Protektionistische Entwicklungen in der Weltwirtschaft könnten zu einem verschärften Wettbewerb führen.

Zur Verbesserung der Situation werden im Positionspapier sieben Thesen vorgestellt. Zentral ist dabei die Forderung, digitale Souveränität zum vorrangigen strategischen Ziel zu erklären. Abhängigkeit von IT-Herstellern, die sich der Überprüfbarkeit entziehen können, müsse abgebaut und das Potenzial für Eigenentwicklungen in Deutschland und Europa gestärkt werden.

Als wichtige Grundlagen dafür nennen die Autoren Förderung und Ausbau von Cyber-Sicherheitsforschung, von Aus- und Weiterbildungsangeboten sowie von technischen Infrastrukturen. Dabei sollen Grundrechte gestärkt und ausreichende Mindeststandards für IT-Sicherheit und Datenschutz eingefordert werden.

stb




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