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Neue Berliner Generalstaatsanwältin

Koppers soll auf Rother folgen

Berlins Justizsenator Dr. Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) will Margarete Koopers die Aufgaben der Berliner Generalstaatsanwältin übertragen. Diese Personalentscheidung des Ressortchefs nahm der Senat der Bundeshauptstadt nun zustimmend zur Kenntnis. Koppers, die bisher noch Vizepräsidentin der Berliner Polizei ist, würde dann die Nachfolge Ralf Rothers antreten. Dieser hatte seine Amtszeit wegen des langwierigen Auswahlverfahrens bereits zweimal freiwillig verlängert. (12.07.2017)

Die bisherige Polizeivizepräsidentin Berlins, Margarete Koppers, soll neue Generalstaatsanwältin der Bundeshauptstadt werden. (Foto: BS/Oliver Reetz)

Die 55-jährige Koppers ist Volljuristin und wurde 1988 zur Richterin auf Probe ernannt. Zwischen 1991 und 1994 war die im heutigen Kalkar Geborene an die Berliner Senatsverwaltung für Justiz abgeordnet. Zuvor war sie zur Richterin am Amtsgericht ernannt worden. 1995 folgte die Ernennung zur Richterin am Landgericht Berlin-Moabit und 1999 wurde Koppers dort Vorsitzende Richterin. Ab 2001 war sie für zwei als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe abgeordnet.

Zunächst Karriere als Richterin gemacht

2006 wurde sie zur Vizepräsidentin des Landgerichts Berlin ernannt. In dieser Funktion leitete sie den für Strafsachen zuständigen Standort an der Turmstraße in Moabit und war Vorsitzende einer kleinen Strafkammer. Als Staatsanwältin arbeitete sie jedoch nie 2010 wurde Koppers schließlich zur Polizeivizepräsidentin der Bundeshauptstadt ernannt, zunächst im Beamtenverhältnis auf Probe, ab 2012 dann als Beamtin auf Lebenszeit. Als stellvertretende Behördenleiterin verantwortet sie die Bereiche Personal, Justiziariat, Arbeitsschutz sowie die Konfliktkommission und die Zentrale Serviceeinheit. Zwischen Juni 2011 und Dezember 2012 stand Koppers kommissarisch sogar an der Spitze der Berliner Polizei.

Ob sie ihren neuen Posten aber wie geplant am 1. September tatsächlich antreten kann, ist noch offen. Es wird mit einer Konkurrentenklage der unterlegenen Mitbewerberin Susanne Hoffmann, die derzeit noch als Abteilungsleiterin im Brandenburger Justizministerium tätig ist, gerechnet. Dieses Verfahren könnte die Ernennung deutlich verzögern. Des Weiteren ist gegen Koppers eine Strafanzeige wegen Problemen mit Schießständen bei Berlins Polizei anhängig.

mfe




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