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Malmström: "Brauchen EU-Asylpolitik"

Die EU-Kommissarin des Inneren, Cecilia Malmström, hat sich auf dem Europäischen Polizeikongress für eine gemeinsame europaweite Asylpolitik ausgesprochen. Zudem forderte sie eine Langzeitstrategie, um dem Migrationsdruck besser gerecht werden zu können. (16.02.2011)

Malmströ m forderte eine gemeinsame EU-Asylpolitik
Malmström forderte eine gemeinsame EU-Asylpolitik

(Foto: BS/Dombrowsky)

"Es kann passieren, dass ein Asylbewerber in einem EU-Staat 75 Prozent und in einem anderen unter einem Prozent Wahrscheinlichkeit auf einen positiven Bescheid hat", das müsse sich ändern, sagte Malmström. In den kommenden Jahrzehnten müsse Europa mit Hunderttausenden Migranten rechnen und werde diese auch brauchen, um den Fachkräftemangel auszugleichen. Um dies überhaupt koordinieren zu können und um die Flüchtlingsmassen, die sich in Griechenland und Italien sammeln bewältigen zu können, müssten die EU-Staaten eine gemeinsame Asylpolitik entwickeln. Bei der gezielten Zuwanderung sollten die Staaten eigene Anforderungen entwickeln, weil sie Fachkräfte auf verschiedenen Gebieten brauchen würden.

Von Tunesien überrascht

Von der aktuellen Situation auf Lampedusa sei Malmström genauso überrascht worden, wie die Öffentlichkeit. "Ich freue mich über die Demokratiebewegung, aber die EU braucht eine gemeinsame Langzeitstrategie, die solchen Anforderungen künftig besser gerecht wird", sagte die EU-Kommissarin. Die EU müsse jetzt schnell reagieren und sich überlegen wie man Italien helfen könne. In Frage kämen ein FRONTEX-Einsatz und humanitäre Hilfe, entscheidend sei aber ein langfristiger Ansatz, weil man mit immer stärkerem Migrationsdruck rechnen müsse.

 

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