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Neue Wege der Drohnenbekämpfung

Angriffsszenario auf UAS-Symposium simuliert

Spektakuläre Live-Vorführungen professioneller Drohnenpiloten im Rahmen des UAS-Symposiums (Foto: BiZBw).
Spektakuläre Live-Vorführungen professioneller Drohnenpiloten im Rahmen des UAS-Symposiums (Foto: BiZBw).
Ein Symposium am Bildungszentrum der Bundeswehr (BiZBw), vom Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) gemeinsam mit der Deutschen Hochschule der Polizei organisiert, stellte sich am Ende Juni dieser Herausforderung. (10.08.2017)

Drohnen für jedermann revolutionieren den Freizeit- und Dienstleistungsmarkt, unterstützen aber auch Polizei und Bundeswehr in ihren gefahrvollen Einsätzen. Von Drohnen gehen jedoch auch ernste Bedrohungen aus. Nur eine gemeinsame Anstrengung der Forschung, der wehr- und sicherheitstechnischen Industrie sowie der Behörden in Bund und Ländern kann sie bewältigen. Das große Interesse am Thema spiegelte sich im breit aufgestellten Background der rund 150 Teilnehmer wider. Spektakulär waren Live-Vorführungen professioneller Drohnenpiloten, die das hohe Gefährdungspotential dieser Systeme allen Teilnehmern unmissverständlich vor Augen führten. Die aufgeworfenen Einzelfragen erfordern Antworten, die jedes zukünftige Drohnenabwehrsystem bieten muss. Vielfältige Vorträge stellten Forschungs-, Technologie und Produktansätze vor. Unterschiedlichste Sensoren zur Drohnenerkennung und Bekämpfungsstrategien vom "Soft-" zum "Hard-Kill" wurden diskutiert. Einigkeit bestand darin, dass Sensordatenfusion eine Schlüsselkomponente ist. Nicht vernachlässigt wurden juristische Aspekte und Erfahrungsberichte aus der Praxis der Flugsicherung und der Polizei.

Simulation faszinierte das Auditorium

Konzentrierte Anspannung kam auf, als ein fiktives Angriffsszenario auf eine Großveranstaltung skizzierte wurde. Sowohl "Angreifer" als auch "Verteidiger" boten hochwertiges Material und Fähigkeiten auf; der Ausgang der virtuellen Konfrontation blieb bis zuletzt spannend. Es wurden viele Lehren gezogen und mancher Teilnehmer aus Amt, Industrie und Forschung hat auch "Hausaufgaben" für die nächsten Monate aus diesem Symposium mitgenommen. Als Fazit blieb die Erkenntnis, dass noch viel zu tun bleibt bei der Drohnenbekämpfung. Ein enger Schulterschluss bei Polizei und Bundeswehr ist in dieser Thematik auch weiterhin unbedingt notwendig.

Die Autoren des Artikels sind der Technische Regierungsdirektor Matthias Steil ( BMVg A II 6) sowie der Privatdozent Dr. Wolfgang Koch, Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation und Ergonomie FKIE.




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