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Zehn Jahre EU-Verordnung REACh

Chemikalien auf dem wehrtechnischen Prüfstand

Hielt die Keynote beim REACh-Forum: Ministerialdirektorin Alice Greyer-Wieninger (Foto: BS/Portugall)
Hielt die Keynote beim REACh-Forum: Ministerialdirektorin Alice Greyer-Wieninger (Foto: BS/Portugall)
Bei Chemikalien denkt man im Zusammenhang mit Wehrtechnik erst einmal an chemische Kampfstoffe. Dieses Thema ist jedoch viel umfassender, wie die Beispiele Munition und Tarnfarbe zeigen können. Diesen Lerneffekt erzielte das gestrige REACh-Forum der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT), das unter der fachlichen Leitung der Abteilung IUD (Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen) des BMVg durchgeführt wurde. (10.11.2017)

REACh steht für "Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals". Die Abteilungsleiterin IUD, Ministerialdirektorin Alice Greyer-Wieninger, nahm in ihrer Keynote das zehnjährige Jubiläum des Inkrafttretens der REACh-Verordnung zum Anlass für die Behandlung des Themas in diesem gemeinsamen Forum. Auch bei der Nutzung von Chemikalien sei der Verteidigungsauftrag der Bundeswehr nur durch "Dialog mit der Industrie" zu erfüllen, so die leitende Ministerialbeamtin.

Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006, so der offizielle Name, ist eine EU-Chemikalienverordnung, die gleichermaßen und unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten Gültigkeit besitzt. Durch REACH sei das bisherige Chemikalienrecht grundlegend harmonisiert und vereinfacht worden, so das einhellige Urteil der Vortragenden.

Chrom VI z.B. ist hoch giftig, d.h. dessen industrieller Einsatz muss von der EU ausdrücklich als Ausnahme genehmigt werden. Es wird zum Korrosionsschutz im Rohr des Kampfpanzers "Leopard 2" verarbeitet. Mit diesem Material kann das Rohr 300 Schuss abfeuern, ohne nur fünf, so Juliane Dannroth vom Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV).

por




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