http://www.behoerden-spiegel.de
Anzeige 
 

Rechenzentren: Die Hardware der Digitalisierung

Nationaler Markt wächst, aber internationale Nachfrage schwächelt

Die Investitionen im deutschen Markt für Rechenzentren wachsen, aber im internationalen Markt sinkt die Nachfrage des deutschen Standortes. Trotzdem wirken sich die nationalen Investitionen positiv auf die Beschäftigungszahlen aus. (Foto: BS/1und1 Internet SE, CC BY 2.0, flickr.com)
Die Investitionen im deutschen Markt für Rechenzentren wachsen, aber im internationalen Markt sinkt die Nachfrage des deutschen Standortes. Trotzdem wirken sich die nationalen Investitionen positiv auf die Beschäftigungszahlen aus. (Foto: BS/1und1 Internet SE, CC BY 2.0, flickr.com)
Der Markt für Rechenzentren in Deutschland wächst. Einer aktuellen Studie zufolge seien die Investitionen im Jahr 2017 um zehn Prozent gestiegen. Die Investitionsgrenze von einer Milliarde Euro sei damit erstmalig überschritten worden. Aber international gesehen, werde nach Prognosen ein Rückgang der Nachfrage nach dem deutschen Standort erwartet. (03.01.2018)

Dabei seien die Zentren neben Breitbandnetzen ein zentrales Element digitaler Infrastrukturen und damit eine grundlegende Voraussetzung für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Als Ursache für die sinkende internationale Nachfrage gelte eine dynamischere Entwicklung der Kapazitäten in den USA und in Asien. "Treiber sind aktuelle Trends wie Cloud Computing, Industrie 4.0 und Big Data, die größere Rechenzentrumskapazitäten beanspruchen. Auch in den kommenden Jahren stehen die Zeichen auf Wachstum", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg für den deutschen Markt voraus.

Strompreise als Einflussfaktor

Aber im Hinblick auf den internationalen Wettbewerb prognostiziert der Präsident, dass die Bedeutung des deutschen Standortes weiter abnehmen werde. Laut den aktuellen Analysen werde der Anteil der deutschen Rechenzentren am Weltmarkt von fünf Prozent im Jahr 2010 auf vier Prozent im Jahr 2020 sinken. "Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hängt dabei ganz maßgeblich von den Energiekosten ab. Die Strompreise sind entscheidend dafür, ob Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland weiterhin einen attraktiven und wettbewerbsfähigen Standort finden", so Berg. Auch langwierige Genehmigungsverfahren würden die Entwicklung ausbremsen. Bei den übrigen Standortfaktoren schneide Deutschland dagegen gut bis sehr gut bei den folgenden Faktoren ab: Sicherheit der Stromversorgung, gute Internetanbindung, Datenschutz und Rechtssicherheit.

Steigende Beschäftigung in der Branche

Aber durch das nationale Wachstum bedingt, entwickle sich trotzdem die Arbeitsbeschäftigung positiv. Seit 2014 seien in den Rechenzentren 15.000 zusätzliche Jobs entstanden. Aktuell würden sich dadurch 130.000 Vollbeschäftigte ergeben und weitere 85.000 Arbeitsplätze seien direkt von den Zentren abhängig. Das ist das Ergebnis einer Studie des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

ab




- Anzeigen -
RSS-Feed
Um die Nachrichten via RSS zu empfangen, geben Sie die angegebene Adresse in Ihren RSS-Newsreader ein.

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed Adresse
 
Werbung
Advertisement  
 
Partner
Partner

Logo der ICT AG