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75 Milliarden Euro Steuern

Einnahmen in Baden-Württemberg steigen um fünf Prozent

Dank der Plattform ELSTER können Steuererklärungen auch digital verfasst und abgeschickt werden. Die zunehmende Digitalisierung spart nicht nur Papier, sondern auch Zeit und Erstattungen kommen früher beim Bürger an. (Foto: Tim Reckmanm / pixelio.de)
Dank der Plattform ELSTER können Steuererklärungen auch digital verfasst und abgeschickt werden. Die zunehmende Digitalisierung spart nicht nur Papier, sondern auch Zeit und Erstattungen kommen früher beim Bürger an. (Foto: Tim Reckmanm / pixelio.de)
Die Finanzministerin Baden-Württembergs, Edith Sitzmann (Bündnis 90/Die Grünen), konnte zusammen mit Andrea Heck, der Oberfinanzpräsidentin die Steuereinnahmen in Baden-Württemberg für das Jahr 2016 in Höhe von 75 Milliarden Euro verkünden. (16.08.2017)

Während es im Jahr 2015 noch 71 Milliarden Euro waren, sind die Steuereinnahmen in 2016 um fünf Prozent gestiegen. Man konnte allein 3,88 Millionen Euro Einnahmen aus der Einkommens- und Arbeitnehmerveranlagungsfällen und über 190.000 Körperschaft- und mehr als 450.000 Gewerbesteuerfälle verzeichnen. Sitzmann betonte, dass diese Einnahmen, nicht nur Baden-Württemberg, sondern auch dem Bund und den Kommunen zu Gute kommen. In die Landeskasse fließen lediglich rund 36 Milliarden Euro. Allein die Umsatzsteuer ging zurück, von 19,2 Milliarden im Vorjahr auf 18,8 Milliarden Euro. Gründe dafür seien laut Heck sowohl die große Investitionsbereitschaft der Unternehmen im vergangenen Jahr gewesen, als auch der zunehmende Umsatzsteuerbetrug im Online-Handel. Besonders Unternehmen, die ihren Sitz in China haben, würden oftmals die Umsatzsteuer nicht abführen, wodurch sie sich einen Wettbewerbsvorteil in Höhe von fast 20 Prozent verschaffen würden. Noch für dieses Jahr seien konkrete Gesetzesänderungen geplant, die diesem Betrug entgegenwirken sollen.

Die Ministerin setzt auf Digitalisierung und Nachwuchs

Um die Steuerverwaltung sowohl für die Beschäftigten, als auch die Steuerzahler attraktiver zu gestalten, setzt man vor allem auf eine zunehmende Digitalisierung der Steuererklärungen. Mithilfe der Plattform ELSTER seien im Jahr 2015 bereits 57 Prozent aller Steuererklärungen digital verfasst worden, man wünsche sich aber, dass diese Quote noch steige. Es sind noch weitere technische Neuerungen geplant, die im kommenden Jahr in vier Finanzämtern Baden-Württemberg erprobt werden sollen und den Ablauf nicht nur vereinfachen, sondern auch beschleunigen sollen. Darüber hinaus wirbt das Land intensiv für Nachwuchskräfte, die vor allem die hohe Zahl altersbedingter Abgänge ausgleichen sollen. Laut Heck seien 2016 rund 2000 junge Menschen in der Steuerverwaltung in Ausbildung gewesen.

jse




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