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E-Rechnung – Mitten in das Herz der Verwaltung

Bei E-Rechnung muss manchmal "getrickst" werden

Es wird immer elektronischer. Bis spätestens 2020 müssen die Verwaltungen die E-Rechnung annehmen und verarbeiten können. Durch die EU-Norm existieren zwei große Formate auf dem Markt, welche sich ergänzen können. Auch weitere sind möglich. Aber viel entscheidender seien der Ausbau des Glasfasernetzes und die Schulung der Mitarbeiter. (svort, fotolia.de)
Es wird immer elektronischer. Bis spätestens 2020 müssen die Verwaltungen die E-Rechnung annehmen und verarbeiten können. Durch die EU-Norm existieren zwei große Formate auf dem Markt, welche sich ergänzen können. Auch weitere sind möglich. Aber viel entscheidender seien der Ausbau des Glasfasernetzes und die Schulung der Mitarbeiter. (svort, fotolia.de)
"Beide Formate – ZUGFeRD 2.0 sowie die xRechnung, sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich. Das eine Format ist eher für die Wirtschaft, das andere eher für die Verwaltung. Entscheidend ist, dass die E-Rechnung Einzug in Deutschland hält", untermauert Dr. Sabine Hepperle, Abteilungsleiterin der Mittelstandspolitik des Bundeswirtschaftsministeriums. Der Prozess, den die E-Rechnung durchlaufen hat, habe als Rechnungsformate die xRechnung sowie ZUGFeRD hervorgebracht. (12.01.2018)

Im Zusammenhang des Online-Zugangsgesetzes (OZG) sollen viele Verwaltungsleistungen innerhalb von fünf Jahren elektronisch angeboten werden. Die E-Rechnung soll für Regierungsstellen bis zum 18. April 2019 umgesetzt werden. Den Kommunen sowie Bundesländern wurde ein Jahr länger eingeräumt. Denn: "Die E-Rechnung trifft die Verwaltung mitten ins Herz", sagt Matthias Hauschild vom Deutschen Landkreistag auf der 4. FeRD Konferenz. Alle Mitarbeiter, die am Auszahlungsprozess beteiligt seien, bräuchten entsprechende Regelungen und Dienstanweisungen.

EU-Norm ist Kooperationsprojekt

Des Weiteren müssen die E-Rechnungsformate der EU-Norm entsprechen, welche kooperativ von allen EU-Staaten entwickelt wurde. Deutschland und Frankreich waren dabei Vorreiter und haben sich stark eingebracht. "Aber nicht alle Anliegen aus Deutschland finden sich in der EU-Norm wieder", so Hauschild. Beispielsweise habe die EU-genormte  E-Rechnung kein Skonto-Feld. Hierfür würde dann auf nationaler Ebene auf andere existierende Felder wie Kunden- oder Mengenrabatt zurückgegriffen werden, um dies auszutricksen. Sowohl die xRechnung als auch ZUGFeRD 2.0 würden beide die europäische Norm einhalten. Nur ersteres müsse von Verwaltungen angenommen werden, genauso wie das EU-Format. Wohingegen zweiteres auch abgelehnt werden könnte.

Im Hinblick auf die zukünftigen steigenden Datenmengen im Internet, durch den E-Mail-Verkehr mit den Rechnungen, brauche Deutschland schnelles Internet. Deshalb fordern der Bitkom, der Breko aber auch der Deutsche Landkreistag in diesem Zusammenhang, den Ausbau des Glasfasernetzes. Auch der ländliche Raum solle dabei berücksichtigt werden. Denn viele Klein- und Familienunternehmen seien dort angesiedelt.

ab

               
           

       



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