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Anreize gegen den Nachwuchsmangel

Kommune vergibt Stipendium an junge Ärzte

In Zeiten des ärztlichen Fachkräftemangels auf dem Land, möchte die Stadt Osterburg junge Mediziner mit einem dreijährigen Stipendium ansprechen. (Foto: Tim Reckmann / www.pixelio.de)
In Zeiten des ärztlichen Fachkräftemangels auf dem Land, möchte die Stadt Osterburg junge Mediziner mit einem dreijährigen Stipendium ansprechen. (Foto: Tim Reckmann / www.pixelio.de)
Um Anreize für die Ansiedlung junger Mediziner zu schaffen, schreibt die sachsen-anhaltinische Stadt Osterburg ein dreijähriges Stipendium in Höhe von 700 Euro monatlich aus. (08.09.2010)

Aufgrund des demografischen Wandels, der mit der gesellschaftlichen Alterung einhergeht, hatte sich Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz (CDU) dazu entschlossen, ein Anreizsystem für potenzielle Kandidaten zu schaffen, die sich in der sachsen-anhaltinischen Stadt niederlassen wollen: "Der Anteil der Älteren wird in unserer Stadt immer größer – sowohl bei den Patienten als auch bei den Ärzten. Nur so werden wir im Wettbewerb um den ärztlichen Nachwuchs Erfolg haben."

Die im Landkreis Stendal befindliche Stadt spricht insbesondere Abiturienten aus der Region an, die die Hochschulreife erworben haben. Auch die spätere Weiterbildung zum Facharzt, mit 200 Euro vergütet, übernimmt Osterburg. Die Ärzte verpflichten sich am Abschluss der Ausbildung, eine Praxis in der altmärkischen Kommune zu eröffnen. Das Stipendium soll zunächst an einen Bewerber vergeben werden.

Leitfaden der Ärzteversorgung unterstützt junge Mediziner und ältere Bürger

Das Stipendium ist Teil eines sogenannten "Grundsatzbeschlusses zur medizinischen Versorgung", der im Osterburger Stadtrat von Bürgermeister Nico Schulz zur Diskussion gestellt wurde.  Im Vorfeld fand ein Informationsaustausch zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung, den ortsansässigen Ärzten, den Krankenkassen sowie dem Deutschen Roten Kreuz statt.

Mit dem daraus erwachsenden "Leitfaden der Ärzteversorgung" wurde ein Paket von Förderungsmöglichkeiten in Aussicht gestellt, um die Attraktivität für den Ärztenachwuchs zu erhöhen.  So soll dieser in seiner Ausbildung eine kostenlose Wohngelegenheit finden und beim Bau, bzw. bei der Renovierung seiner Praxis unterstützt werden.

Um älteren Mitbürgern den Besuch beim Arzt zu erleichtern, will die Stadt Osterburg einen Bürgerbus einrichten, der die Patienten zur Praxis fährt und von dort wieder nach Hause zurückbringt.

har




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