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Europäische Interoperabilität muss geschaffen werden

Peter Batt, Ralf Resch, Carl-Christian Buhr, Helmut Krcmar, Dirk Stockmeier, Maria A. Wimmer und Peter Parycek diskutieren die Vernetzung in Europa und welche Entwicklung es nehmen wird (v.l.n.r.). (Foto: BS/Bednarski)
Peter Batt, Ralf Resch, Carl-Christian Buhr, Helmut Krcmar, Dirk Stockmeier, Maria A. Wimmer und Peter Parycek diskutieren die Vernetzung in Europa und welche Entwicklung es nehmen wird (v.l.n.r.). (Foto: BS/Bednarski)
"Deutschland ist nicht mit Estland zu vergleichen. Unsere Vergleichspartner sind Spanien oder Frankreich. Aber auch ihnen gegenüber machen wir im Hinblick auf Digitalisierung und IT-Konsolidierung keine gute Figur", resümiert Peter Batt, IT-Direktor im BMI. Der Mensch stehe im Fokus, um auch die Interoperabilität zu verbessern. (01.12.2017)

"Wir haben eine Verwaltung, in der Menschen sitzen, die sich und ihre Verwaltung nicht verändern möchten. Obwohl sie die neuen Technologien positiv bewerten", gibt Batt zu bedenken. Als Grund gelte die Angst vor der Wegrationalisierung des eigenen Arbeitsplatzes. Jedoch könne dies auch als Chance begriffen werden, wendet Dr. Maria A. Wimmer ein. Die Professorin sowie Leiterin der Forschungsgruppe Verwaltungsinformatik / E-Government der Universität Koblenz-Landau fährt fort: Das Durchschnittsalter in den Verwaltungen ist dermaßen hoch, dass ohne Digitalisierung die Pensionierungswelle nicht aufgefangen werden kann". Die Menschen tragen somit entscheidend dazu bei, inwiefern die Zusammenarbeit und die technische Verschmelzung der europäischen Staaten fortgesetzt werden kann.

Interoperabilität als Zukunftsvision

Unter Interoperabilität wird die Zusammenarbeit zwischen Systemen, Technologien oder Organisationen verstanden. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung sollen gemeinsame Plattformen entstehen, durch die grenzüberschreitend agiert werden kann. Aber es reiche nicht, nur die Plattformen zu schaffen. "Interoperabilität muss ganzheitlich gedacht werden", so Wimmer. Es gehe um Interaktionsprozesse, die bei dem Individuum beginnen und selbstständig laufen müssen. Die Professorin betont auf der Herbsttagung des Nationalen E-Government Kompetenzzentrum e.V. (NEGZ): "Serviceorientiertes und prozessorientiertes Denken und Handeln ist wichtig. Wir müssen die Rahmenbedingungen für den Datenaustausch schaffen".

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