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"Wir kaufen alles in homöopathischen Dosen!"

Der Referent des gestrigen Abends: Leitender technischer Regierungsdirektor Dr. Uwe Koch. (Foto: Portugall)
Der Referent des gestrigen Abends: Leitender technischer Regierungsdirektor Dr. Uwe Koch. (Foto: Portugall)
Das bemängelte gestern Abend Dr. Uwe Koch, Gruppenleiter im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), auf einer Vortragsveranstaltung der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) in Koblenz. Gemeint war damit die "niedrige Dosierung" bei der Bundeswehr-Beschaffung, d.h. es würde nur gerade so viel eingekauft, dass es zu keinen politischen Verwicklungen komme. (26.02.2014)

Das Thema des Referenten lautete "Die Ausrüstung der Bundeswehr - von der Forderung zum Material". Während das Planungsamt der Bundeswehr den Bedarf ermittle, sei das BAAINBw für die Bedarfsdeckung zuständig. In 2013 habe das Koblenzer Amt dazu rund 50.860 Verträge geschlossen; jährlich bearbeite es ca. 2.000 Rüstungsprojekte.

Mit einer Wertschöpfung von 21,3 Milliarden Euro habe die deutsche wehrtechnische Industrie in 2011 zu knapp einem Prozent zum Nationaleinkommen (BIP) beigetragen. Rund 100.000 Arbeitsplätze hingen direkt an diesem Industriezweig; hinzu kämen noch 120.000 Jobs bei den Zulieferern.

Da Dr. Koch vier Jahre als Wehrtechnischer Attaché an der deutschen Botschaft in Washington tätig war, verglich er exemplarisch die US-Beschaffung mit derjenigen Deutschlands und Europas: Während EU wie Vereinigte Staaten in 2011 rund anderthalb Millionen Soldaten unterhielten, standen den US-Streitkräften zweieinhalb Mal so viele Geldmittel zur Verfügung. Bei den Rüstungsinvestitionen pro Soldat entfielen auf die EDA-Mitgliedsländer durchschnittlich 24.000 Euro, auf die Bundesrepublik immerhin 29.000 Euro und auf Amerika beachtliche 102.000 Euro.

por




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