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IT-Labor eröffnet

Agil planen und entwickeln im BAMF

Im neuen IT-Labor des BAMF sollen digitale Anwendungen projektweise in start-up-ähnlicher Atmosphäre entwickelt werden. Hier: Elektronischer Abgleich eines genommenen Fingerabdrucks mit Interpol- und anderen Datenbanken.
(Foto: BS/BAMF)
Im neuen IT-Labor des BAMF sollen digitale Anwendungen projektweise in start-up-ähnlicher Atmosphäre entwickelt werden. Hier: Elektronischer Abgleich eines genommenen Fingerabdrucks mit Interpol- und anderen Datenbanken. (Foto: BS/BAMF)
Auf dem IT Tag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wurde über die fortlaufende Digitalisierung in der Bundesbehörde berichtet. Höhepunkt der Veranstaltung war die Eröffnung eines IT-Labors, in dem eine dynamische und offenere Herangehensweise an das Projektmanagement erprobt werden soll (12.07.2017)

Die Digitalisierung des Asylverfahrens hbet gezeigt, dass es in einer Krisensituation möglich sei, komplexe Verwaltungsabläufe in kurzer Zeit umfassend zu modernisieren und auf eine einheitliche technische Basis zu stellen. Das betonte Klaus Vitt, Staatsekretär im Bundesministerium des Innern und Bundesbeauftragter für Informationstechnik, auf dem IT Tag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Im BAMF, dem zentralen Akteur in dieser Erfolgsgeschichte der Verwaltungsmodernisierung, wolle man die gewonnenen Erfahrungen nutzen und die Digitalisierung proaktiv in allen Bereichen weiter vorantreiben, wie der Vizepräsident der Bundesbehörde, Ralph Tiesler, betonte. Leitfaden dafür ist die 2016 aufgestellte "Digitalisierungsagenda 2020".

Derzeit werden 28 konkrete IT-Projekte verfolgt, wie der Abteilungsleiter Infrastruktur und IT im BAMF, Dr. Markus Richter, informierte. Darunter sind Verfahren zur Identitäts- bzw. Herkunftsbestimmung, zur internen Sachbearbeitung aber auch Schnittstellen zum effizienten Informationsaustausch mit anderen Behörden.

Verwaltungsmodernisierung betrifft im BAMF aber nicht nur die Umstellung auf digitale Anwendungen, sondern auch die Art, wie in Zukunft Lösungen für komplexe Probleme gefunden werden sollen. Hier will man nach und nach Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse dynamischer und freier gestalten, um auf veränderliche Anforderungen schnell und effizient reagieren zu können. Ein erster Schritt in diese Richtung ist das IT-Labor, das auf dem IT Tag offiziell eröffnet wurde.

Dabei handelt es sich um Räumlichkeiten, in denen ein Team nach der Scrum-Methode projektbezogen an technischen Lösungen arbeitet. In freier und Kreativität fördernder Atmosphäre sollen Ideen und Teillösungen entwickelt und sofort prototypisch umgesetzt werden, um schnelles Feedback und fortlaufende Anpassungen in der Planung zu ermöglichen. Die Mitarbeiter sollen dabei zum Experimentieren ermutigt werden – Scheitern und Neubeginn sollen ausdrücklich erlaubt sein. "Ziel ist es, die agile Methode langfristig auch in anderen Bereichen anzuwenden", erklärt Abteilungsleiter Richter. "Wir arbeiten derzeit an einer entsprechenden Agilitätsagenda."

stb




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