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Neuer OSZE-Generalsekretär

Greminger folgt auf Zannier

Der Schweizer Thomas Greminger ist neuer Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). (Foto: BS/EDA)
Der Schweizer Thomas Greminger ist neuer Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). (Foto: BS/EDA)
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat einen neuen Generalsekretär. Der Schweizer Thomas Greminger tritt die Nachfolge des Italieners Lamberto Zannier an. Dieser wird zugleich neuer Minderheitenkommissar der internationalen Organisation. (13.07.2017)

Greminger studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Politikwissenschaft in Zürich. Dort promovierte er auch in Geschichte. 1990 trat der 56-jährige Generalstabsoffizier der Schweizer Armee in den diplomatischen Dienst des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ein. Im Zuge dessen arbeitete der Vater von vier Töchtern unter anderem in Bern, Tel Aviv und Genf. Zwischen 1992 und 1998 war der Liebhaber klassischer und moderner Musik zunächst diplomatischer Mitarbeiter, dann stellvertretender Sektionschef im Bereich Politik und schließlich Chef dieser Abteilung bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Greminger war bereits Botschafter

In der Zeit von 1999 bis 2001 agierte Greminger als Koordinator der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und Geschäftsträger an der eidgenössischen Botschaft in Mosambik. Anschließend fungierte er bis 2004 als stellvertretender Chef der politischen Abteilung für menschliche Sicherheit sowie als Sektionschef für Friedenspolitik. Anschließend wurde der in Berlin Wohnhafte Chef der politischen Abteilung für menschliche Sicherheit. Dieses Amt bekleidete er im Range eines Botschafters. Zwischen 2004 und 2010 stand Greminger an der Spitze des Kompetenzzentrums für Friedens-, Menschenrechts-, humanitäre und Migrationspolitik.

Schon Erfahrungen mit OSZE

In den vergangenen Jahren amtierte der Hobby-Fotograf als Ständiger Vertreter der Schweiz bei der OSZE sowie den Vereinten Nationen und den übrigen internationalen Organisationen in Wien. 2014 leitete Greminger, weil die Eidgenossenschaft den OSZE-Vorsitz innehatte, den Ständigen Rat der Organisation. Zuletzt arbeite Greminger als stellvertretender Direktor und Chef des Bereichs Südzusammenarbeit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Bern.

Die Neubesetzung des Generalsekretärspostens und der Stelle des Minderheitenkommissars waren aber nicht die einzigen Personalentscheidungen bei der OSZE. So übernimmt die isländische Ex-Außenministerin Ingibjörg Sόlrύn Gίsladόttir die Leitung des Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte. Der ehemalige französische Minister Harlem Désir wird neuer OSZE-Beauftragter für Medienfreiheit

mfe




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