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10. KOMMUNALE in Nürnberg

Topthemen Digitalisierung und Integration

Die KOMMUNALE in Nürnberg führt heute und morgen rund 5.000 Besucher in die Hallen 8 und 9 auf dem Messegelände. (Foto: NürnbergMesse)
Die KOMMUNALE in Nürnberg führt heute und morgen rund 5.000 Besucher in die Hallen 8 und 9 auf dem Messegelände. (Foto: NürnbergMesse)
Heute und morgen wird das Messezentrum Nürnberg wieder zum Treffpunkt für Entscheidungsträger aus dem kommunalen Bereich. Die 10. KOMMUNALE, Deutschlands größte Fachmesse für Kommunalbedarf, hat ihre Tore geöffnet. (18.10.2017)

Zum Jubiläum der Messe zeigen über 350 Aussteller eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen, vom Abfallentsorgungssystem bis zum Parkscheinautomat, vom versenkbaren Straßenpoller bis zur IT-Lösung für die Verwaltung. Im Rahmenprogramm der Veranstaltung wird am ersten Messetag fünf Mal der Preis für den "Kommunaler IT-Profi" verliehen. In den beiden Ausstellerfachforen werden an beiden Tagen verschiedenste Zukunftsthemen für Städte und Gemeinden präsentiert. Auf dem parallel zur Fachmesse stattfindenden Kongress des Bayerischen Gemeindetags geht es in diesem Jahr um Themen wie interkommunale Zusammenarbeit oder Digitale Schule.

Aussteller- und Besucherrekord

Der Veranstalter NürnbergMesse rechnet für beide Tage mit über 5.000 Besuchern aus dem gesamten Bundesgebiet. Angesichts dieser Zahlen zeigte sich Christian Arnold, Abteilungsleiter Partner- und Publikumsveranstaltungen bei der NürnbergMesse, sehr zufrieden: "Ich freue mich sehr über die positive Entwicklung der KOMMUNALE. Wir begrüßen diesmal 356 Aussteller aus elf Ländern, das entspricht einem Zuwachs von über 13 Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung 2015."

Kulturtechnik Datensouveränität lernen

Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, setzte bei seinem traditionellen Grußwort zum Kongress des Bayerischen Gemeindetags einen besonderen Schwerpunkt beim Thema Digitalisierung. Diese ist auch für ihn eine der zentralen aktuellen Herausforderungen für die Kommunen, denen er wiederum im Transformationsprozess eine "entscheidende Rolle" zumisst. Wichtig sei es in diesem Zusammenhang, die Digitale Bildung zu stärken und "die Kulturtechnik der Datensouveränität in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler zu verankern."

Stadt Nürnberg: CDO ab 2018

Um die Herausforderungen der Digitalisierung zukünftig noch besser meistern zu können, wird die Stadt Nürnberg, wie der Behörden Spiegel am Rande des Kongresses erfuhr, zum 1. Januar 2018 einen Chief Digital Officer (CDO) installieren, der organisatorisch unmittelbar beim Oberbürgermeister angesiedelt sein soll. Der entsprechende Beschluss soll in der kommenden Woche im Stadtrat verabschiedet werden.

Deutschland digitales Mittelmaß

Wie die Digitalisierung unsere Welt verändert, zeigte den Teilnehmern anschließend Thomas Langkabel, National Technology Officer von Microsoft. Er machte dabei nicht nur das Ausmaß, die Möglichkeiten und die Konsequenzen des digitalen Wandels deutlich, Stichwort Internet of Things, sondern zeigte auch auf, dass die öffentliche Verwaltung auf allen Ebenen momentan dabei ist, hier den Anschluss an Gesellschaft und Wirtschaft zu verlieren. Deutschland sei bei der Digitalisierung in Europa ohnehin nur bestenfalls Mittelmaß. Es bestehe also insgesamt großer Handlungsbedarf, um hier den Anschluss nicht zu verpassen.

Integration braucht Wohnungsbau

Neben dem Thema Digitalisierung sind die Diskussionen am Rande des Kongresses des Bayerischen Gemeindetags (BayGT), wie schon 2015, stark von den Herausforderungen des Flüchtlingszuzugs geprägt. BayGT-Präsident Dr. Uwe Brandl erklärte: "Die Bewältigung der Folgen der Flüchtlingskrise, wie die Wohnungssuche für anerkannte Asylbewerber und die Integration der Neuankömmlinge in unsere Gesellschaft beschäftigen unsere Gemeinden und Städte derzeit am meisten. Hier erwarten wir weiterhin finanzielle Hilfe von Bund und Freistaat." Brandl forderte vor diesem Hintergrund vom Bund und dem Freistaat ein verstärktes Engagement zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

gg




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