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Fachveranstaltung von AFCEA Bonn

Chancen und Risiken des Internets der Dinge

Für Oberstleutnant Jens Romeis vom Kommando CIR muss das Internet der Dinge erst wirklich sicher sein, bevor es eine realistische Option für eine tiefgreifende Einbindung bei den Streitkräften darstellt. (Foto: BS/wim)
Für Oberstleutnant Jens Romeis vom Kommando CIR muss das Internet der Dinge erst wirklich sicher sein, bevor es eine realistische Option für eine tiefgreifende Einbindung bei den Streitkräften darstellt. (Foto: BS/wim)
Beim AFCEA-Themenabend "Internet der Dinge für Systeme der Bundeswehr" wurden gestern die Chancen und die Gefahren der zukünftigen Gestaltung von Gesellschaft und Militär durch das Internet diskutiert. Wie der Name schon andeutet, wurde dabei vor allem das aufgrund seines praktischen Nutzens immer beliebter werdende Internet der Dinge (IoT) beleuchtet. Zusätzlich gab es aber auch einen Exkurs in den laut Forschern sehr wahrscheinlich bevorstehenden "Capacity Crunch" des Internets. (11.10.2017)

Einigkeit erzielten dabei alle Dozenten des Abends bei der These, dass das Internet der Dinge das Leben in der Gesellschaft, aber auch in militärischen Einrichtungen und Situationen deutlich vereinfachen kann. So kann man in Zukunft mithilfe des IoT beispielsweise Soldaten im Einsatz voll vernetzen und ihre Vitalfunktionen in Echtzeit analysieren, um sie nach Möglichkeit im Kampfgeschehen zu ersetzen, bevor es zu spät ist. Aber die neue Technologie birgt auch große Sicherheitsrisiken. Für Oberstleutnant Jens Romeis vom Kommando Cyber- und Informationsraum (CIR) ist dabei die größte Gefahr, dass "das IoT alle Schichten des Alltags durchdringt und sich somit überall vernetzte und potentiell angreifbare IT befindet". Das Problem dabei ist, dass die Kleinstcomputer in smarten Alltagsgegenständen meist nur fähig sind, ihre gewünschte Aufgabe zu erfüllen, aber keinerlei Firewall oder Virenscanner enthalten. So können sie leicht gehackt und dann gestört, manipuliert oder für Botnetz-Angriffe genutzt werden.

Das Internet der Dinge belastet die globalen Bandbreiten

Zusätzlich wurde noch darüber gesprochen, dass auch durch das IoT ein sogenannter Capacity Crunch immer wahrscheinlicher wird. Dieser besagt, dass in den nächsten rund 20 Jahren alle globalen Bandbreiten des Internets ausgelastet sein werden. Da das Internet an den Kontinentalgrenzen über sehr wenige Leitungen läuft und die Neuverlegung von Kabeln extrem teuer und zeitintensiv ist, kann die Entwicklung des IoT durch den ständigen Datenaustausch von Massen an Geräten dazu beitragen, diesen Zusammenbruch der Kapazitäten noch zu beschleunigen.

wim




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