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"Bundesweit die blaue Plakette"

Dedy: Schluss mit der Hängepartie / Unverständnis für Bundesregierung

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages Helmut Dedy fordert die blaue Plakette, um Diesel-Fahrzeuge nach ihren Stickoxid-Emissionen unterscheiden zu können. (Foto: BS/Dombrowsky)
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages Helmut Dedy fordert die blaue Plakette, um Diesel-Fahrzeuge nach ihren Stickoxid-Emissionen unterscheiden zu können. (Foto: BS/Dombrowsky)
Die Blaue Plakette zwar sei keine Ideallösung, erklärte Helmut Dedy nach der Münchner Ankündigung, den Innenstadtverkehr künftig manche Fahrzeuge einschränken zu wollen. "Wir brauchen die blaue Plakette aber bundesweit zur Kennzeichnung der Diesel-Fahrzeuge, die am wenigsten Stickoxid ausstoßen, damit sich die Autos im Falle von Fahrverboten unterscheiden lassen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages (DST) heute gegenüber den "Ruhr Nachrichten". (15.06.2017)

Die Plakette stellt laut Dedy aktuell das Instrument dar, um mögliche Fahrverbote kontrollieren zu können. "Es ist völlig unverständlich, dass sich die Bundesregierung nicht auf die Einführung der Blauen Plakette einigen kann." Das sei fahrlässig – es müsse Schluss sein mit der Hängepartie.

Auto-Industrie aktuell nicht zu trauen

Die Städte hätten dagegen längst reagiert: Das Feinstaub-Problem habe man bundesweit in den Griff bekommen, Stickoxide  seien aufgrund der stark steigenden Zahl der Dieselautos zum Problem geworden. Nun brauche es vor allem auch saubere Fahrzeuge, unterstrich Dedy.  Die Automobilindustrie müsse nach der Diesel-Affäre beweisen, dass man ihr wieder trauen kann. "Im Moment kann man das nicht."

Die Fahrzeugflotten der Kommunen würden schrittweise umgerüstet. "Wenn Bund und Länder dies fördern würden, ginge das deutlich schneller. Das gilt auch für den Personennahverkehr."

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