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BSI-Bericht vorgestellt

Lage der IT-Sicherheit weiterhin angespannt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schätzt die Gefährdungslage im Cyber-Raum weiterhin als auf hohem Niveau angespannt ein. Im Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2017 kommt die Cyber-Sicherheitsbehörde zu dem Schluss, dass vor allem seit langem bekannte Angriffsmittel wie schadhafte E-Mails weiterhin erfolgreich von Cyber-Kriminellen genutzt werden. (09.11.2017)

Das BSI hat den Lagebericht der IT-Sicherheit in Deutschland 2017 vorgestellt. Die Gefährdungslage im Cyber-Raum ist eine hohe Bedrohung. (Grafik: BSI) 
Im Vergleich zum Vorjahr seien zwar insgesamt weniger Schwachstellen in weit verbreiteten Softwareprodukten aufgetreten, allerdings sei die Zahl weiterhin zu hoch. Die Anzahl der bekannten Schadprogramme sei im Berichtszeitraum deutlich gestiegen. Zur wachsenden Gefahrenquelle für die IT-Sicherheit entwickelt sich laut BSI-Bericht das Internet der Dinge, weil IT-Sicherheit derzeit bei der Herstellung vernetzter Geräte und bei der Kaufentscheidung von Kunden zu wenig berücksichtigt werde.

Vorfälle bei Bundesverwaltung und KRITIS

Die Zahl der automatisiert abgefangenen schadhaften E-Mails in den Regierungsnetzen hat sich um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresbericht auf etwa 52.000 im Monatsdurchschnitt erhöht. Dies sei vor allem auf die massenhafte Verbreitung von Ransomware im Jahr 2016 zurückzuführen. In der ersten Jahreshälfte 2017 habe sich die Lage in dem Zusammenhang aber deutlich entspannt.

Darüber hinaus seien durch erweiterte Erkennungsmaßnahmen täglich rund 5.100 Verbindungsversuche zu Schadcodeservern verhindert worden. In weniger als 70 Fällen seien Bundesbehörden durch das BSI über potenzielle Infektionen unterrichtet worden. Umgekehrt hat sich die Zahl der Meldungen durch die Bundesverwaltung über versuchte oder erfolgte Angriffe im Jahr 2016 gegenüber 2015 um 20 Prozent auf ca. 180 erhöht.

Mit dem IT-Sicherheitsgesetz von 2015 wurden sukzessive Meldepflichten über erhebliche IT-Störungen für Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) eingeführt. Bis einschließlich Juni 2017 sind laut Lagebericht 34 derartige Meldungen beim BSI eingegangen. Davon 18 aus dem Sektor Informationstechnik und Telekommunikation, elf aus dem Sektor Energie, drei aus dem Sektor Wasser und zwei aus dem Sektor Ernährung.

Der vollständige Lagebericht des BSI steht hier zum Download bereit.

stb




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