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Verdächtiger verhaftet

Deutschrusse soll Anschlag auf BVB-Mannschaftsbus verübt haben

Nach der Sprengstoffattacke auf den Mannschaftsbus des deutschen Fußball-Erstligisten Borussia Dortmund ist nun ein Tatverdächtiger verhaftet worden. Sein Motiv soll Habgier gewesen sein. (Foto: BS/Mirco Mohr, CC BY 2.0, flickr.com)
Nach der Sprengstoffattacke auf den Mannschaftsbus des deutschen Fußball-Erstligisten Borussia Dortmund ist nun ein Tatverdächtiger verhaftet worden. Sein Motiv soll Habgier gewesen sein. (Foto: BS/Mirco Mohr, CC BY 2.0, flickr.com)
Zehn Tage nach dem Bombenattentat auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund konnten die Sicherheitsbehörden einen Tatverdächtigen festnehmen. Vorausgegangen waren Ermittlungen der Landespolizei des Bundeskriminalamtes (BKA) und des Generalbundesanwalts. Beschuldigt wird ein 28-jähriger Deutschrusse aus Freudenstadt. (21.04.2017)

Ihm soll es darum gegangen sein, den Aktienkurs des Fußballvereins zum Absturz zu bringen. Mit entsprechenden Optionsscheinen wollte er so einen Millionenbetrag gewinnen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) erklärte zu der Verhaftung: "Die Festnahme ist eine gute Nachricht für den Fußball." Die Festnahme zeige zudem, wie wichtig es sei, in alle Richtungen zu ermitteln. "Das mutmaßliche Motiv ist verwerflich", ergänzte Jäger. "Der Mann wollte offenbar aus Habgier morden."

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnete die Verhaftung als Erfolg einer intensiven Ermittlungsarbeit. Ihr Bundesvorsitzender Oliver Malchow betonte: "Dieser Anschlag zeigt, wie wichtig eine gewissenhafte und akribische Arbeit der Ermittler ist." Zugleich werde bei dieser Tat deutlich, dass auch unter dem Druck der Öffentlichkeit ein vorschnelles Fokussieren auf eine bestimmte Richtung bei der Tätersuche gefährlich sein könnte. "Die Ermittlungen müssen zunächst nach allen Richtungen offen sein, erste gesicherte Spuren dürfen nicht frühzeitig einem politischen Spektrum zugeordnet werden", warnte Malchow.

mfe




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