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Anforderungen ändern sich

Veränderungen auch im Strafvollzug vonnöten

Die angespannte Sicherheitslage führt nicht nur im Bereich der Polizeien und Nachrichtendienste zu neuen, bisher unbekannten Herausforderungen. Auch Justizvollzugsanstalten wie hier in Berlin müssen sich Veränderungen stellen. (Foto: Metropolico.org/cc by-sa 2.0/www.flickr.com)
Die angespannte Sicherheitslage führt nicht nur im Bereich der Polizeien und Nachrichtendienste zu neuen, bisher unbekannten Herausforderungen. Auch Justizvollzugsanstalten wie hier in Berlin müssen sich Veränderungen stellen. (Foto: Metropolico.org/cc by-sa 2.0/www.flickr.com)
Der Strafvollzug hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Und er steht - angesichts der angespannten Sicherheitslage - vor weiteren großen Herausforderungen. So wird es in Zukunft u.a. darauf ankommen, eine Radikalisierung islamischer Gefangener effektiver zu verhindern. Hier bestehen derzeit teilweise noch erhebliche Probleme, weshalb einige Experten Justizvollzugsanstalten als "Brutstätten des Terrors" bezeichnen. (16.05.2017)

Aber auch der wachsende Anteil älterer Gefangener stellt wachsende Anforderungen an die Arbeit der im Justizvollzug Tätigen. In Zukunft wird es absehbar ebenso verstärkt darum gehen, sich Gedanken zur Zukunftsfähigkeit und -festigkeit des Berufsbildes des Justizvollzugsbeamten und dessen Ausbildung zu machen.

Neuer Kongress

Bei der Bewältigung all dieser Herausforderungen will der Behörden Spiegel Hilfestellung geben. Hierzu veranstaltet er am 17. Oktober im Bonner Maritim Hotel zum ersten Mal den "Bundeskongress Strafvollzug und Justizverwaltung".  Dabei widmet sich u.a. Prof. Dr. Frank Arloth, Ministerialdirektor im bayerischen Justizministerium, dem künftigen Berufsbild des Justizvollzugsbeamten. Die Leiterin des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), Beate Bube, wiederum geht auf die Bekämpfung des Islamismus im Rahmen des Strafvollzugs ein. Welche Konsequenzen aus dem Fall des terrorverdächtigen Jaber Al-Bakr, der sich in der Untersuchungshaft erhängte, für die Abläufe in Justizvollzugsanstalten zu ziehen sind, erläutert Dr. Katharina Bennefeld-Kersten. Sie ist Psychologin und ehemalige Direktorin der Justizvollzugsanstalt Celle.

Wie sieht der Strafvollzug der Zukunft aus?

Ergänzt wird das sehr praxisnahe Programm durch einen Vortrag des nordrhein-westfälischen Justizvollzugsbeauftragten, Prof. Dr. Michael Kubink. Er geht auf Fragen der opferbezogenen und familienorientierten Vollzugsgestaltung ein. Darüber hinaus beleuchtet Dr. Hilde van den Boogaart, Leiterin der Sozialtherapie des Lübecker Gefängnisses, inwiefern und unter welchen Voraussetzungen eine Ausweitung des Wohngruppenvollzuges möglicherweise sinnvoll wäre. Auf die Erforderlichkeit von Nähe und Distanz bei der Arbeit im Strafvollzug geht im Rahmen der eintägigen Tagung schließlich Dr. Erik Koch, Psychologe aus dem sächsischen Justizministerium ein. 

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie hier.

mfe




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