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Umfrage im Freistaat Sachsen

Ein Drittel fühlt sich von Internetkriminalität bedroht

Für die Umfrage wurden 1.000 Bürger im Freistaat Sachsen ab 18 Jahren telefonisch befragt. 87 Prozent davon bezeichneten sich selbst als Internetnutzer. (Foto: Rainer Sturm, pixelio.de)
Für die Umfrage wurden 1.000 Bürger im Freistaat Sachsen ab 18 Jahren telefonisch befragt. 87 Prozent davon bezeichneten sich selbst als Internetnutzer. (Foto: Rainer Sturm, pixelio.de)
Das Sächsische Staatministerium des Innern (SMI) hat Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Bürgern im Freistaat zum Thema Cyber-Sicherheit veröffentlicht. 30 Prozent der befragten Internetnutzer gaben an, sich durch Straftaten im Internet bedroht zu fühlen. Über die Hälfte (58 Prozent) seien schon einmal von einer Form von Cyber-Angriff betroffen gewesen. (30.10.2017)

Dazu gehören Infektionen durch Schadsoftware, Identitätsdiebstahl, digitale Erpressung oder Waren- und Dienstleistungsbetrug im Internet. Laut SMI würden viele Angriffe von den Befragten nicht als Straftaten an sich betrachtet. So sei zu erklären, dass nur 15 Prozent der Betroffenen, den Fall zur Anzeige gebracht haben.

Etwa drei Viertel der Internetnutzer aktualisiert der Umfrage zufolge regelmäßig das Betriebssystem auf allen privaten Endgeräten, zwei Drittel legen hin und wieder Sicherheitskopien von persönlichen Daten an. Außerdem geben wiederum drei Viertel an, komplizierte Passwörter zu verwenden.

Vertrauen in Behörden auf niedrigem Niveau

Die Teilnehmer wurden außerdem nach ihrer Einschätzung der Cyber-Sicherheitskompetenz der öffentlichen Verwaltung befragt. 58 Prozent der Befragten gaben an, die Sicherheitsbehörden seien bei der Bekämpfung von Internetkriminalität besser vorbereitet und ausgestattet als noch vor ein paar Jahren – 27 Prozent glauben, es habe sich nichts Grundlegendes verändert.

Die Hälfte der Befragten war zudem nicht der Lage, spontan eine Institution zu nennen, bei der man Informationen zum Thema Internetkriminalität erhalten kann. Genannt wurden ansonsten die Polizei von knapp einem Fünftel, Verbraucherzentralen von 12 Prozent und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik von 7 Prozent.

stb




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