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Gesicht einer neuen städtischen CDU

Ashok Sridharan will im September 2015 neuer Bonner Oberbürgermeister werden. (Foto: BS/Dombrowsky)
Ashok Sridharan will im September 2015 neuer Bonner Oberbürgermeister werden. (Foto: BS/Dombrowsky)
Ashok Sridharan (49) will Bonner Oberbürgermeister werden. Es muss kein Jurist sein, kann aber. "Ein Bürgermeister zum Anfassen" will der gebürtige Bonner sein. Um Ihnen "aufs Maul schauen" zu können, aber nicht nach dem Munde zu reden, will der frisch gekürte CDU-Kandidat genau hingucken, wo die Menschen der Schuh drückt. Dafür bringt der kommunale Finanzexperte Erfahrung aus Verwaltung und Politik mit. (04.12.2014)

Die Tugenden, die man ihm nachsagt, sind: pragmatisch, durchsetzungsfähig, mit viel betriebswirtschaftlicher Expertise ausgestattet. Dazu langjährige Erfahrungen in der Kommunalpolitik, eine Handvoll organisatorischen Sachverstands und Nähe zu den Bürgern.

Wenn man auch in Bonn geboren wurde, fällt es umso leichter, vor sich hin zu summen: "Ich bin ne bönnsche Jung." Ashok Sridharan gibt sich damit aber nicht zufrieden. Von den “Problemzonen” in der Stadt, Baumaßnahmen wie Kriminalität in Stadtteilen, macht er sich vor Ort ein Bild. Und kann dabei auf konkrete Erfolge seiner Arbeit in der Nachbarstadt verweisen. Der 49-Jährige kann Finanzen, Personal, Infrastruktur und Kultur. Als Beigeordneter für Personal, Organisation und Controlling sowie als Stadtkämmerer im Bonn gegenüberliegenden Königswinter ist er zugleich Verwaltungsgeneralist und Spezialist. Vor allem in öffentlichen Finanzierungsfragen.

Er kann mit und auch mal gegen den Rat, wenn es sein muss. Das hat er in den vergangenen zwölf Jahren in vielen Auseinandersetzungen mit den zersplitterten politischen Strömungen in Königswinter gezeigt – und sich einen Ruf als Verfechter langfristigen Denkens in Infrastrukturfragen erworben, etwa beim Bau und der Instandhaltung von Schulen und Sportplätzen. Dafür wurde er 2011 als “PPP-Persönlichkeit des Jahres” ausgezeichnet, verliehen durch eine Jury, organisiert vom Bundesverband PPP und dem Behörden Spiegel.

"Ich bin ne bönnsche Jung"

In Bonn würde er das Controlling intensivieren, genau nachfragen, sich regelmäßig berichten lassen. Das Ziel: Eine einheitliche Projektbegleitung, "die regelmäßig und umfassend den Stand des jeweiligen Vorhabens darstellt". Einzelne erfolgreiche Großprojekte wären wichtig – das muss man in der UN-Stadt Bonn niemandem erzählen. Einem OB sollte es aber ums Ganze gehen: "Ich möchte erreichen, dass sich Bonn bis 2025 als internationale und familienfreundliche Kultur- und Kongressstadt mit einem umfangreichen Bildungs-, Berufs- und Freizeitangebot, aber auch als Beethovenstadt international etabliert hat." UN, Bundesstadt, Beethoven: Die alte Rheinstadt soll ihre Alleinstellungsmerkmale wieder stärker zum Vorschein bringen: “Daran will ich mich messen lassen.” Controlling – auch durch den Bürger.

Sridharan, dessen Vater aus Indien stammt, wurde in der Bundesstadt nicht nur geboren. Er hat hier auch Abitur gemacht, teils seinen Wehrdienst absolviert und studiert. Er wohnt mit seiner Frau und drei Söhnen in Bornheim bei Bonn. Sridharan ist in der Bundesstadt und im Rheinland zu Hause, mag die rheinische Frohnatur und kann Karneval.

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Der Artikel befindet sich auch im aktuellen Behörden Spiegel.




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