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Kommunale Infrastruktur

Maßnahmen für gleichwertige Lebensverhältnisse

Auf dem "Bundeskongress Öffentliche Infrastruktur" des Behörden Spiegel sprach der Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, über den Bevölkerungsverlust in den ländlichen Regionen in Ostdeutschland. (Foto: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt)
Auf dem "Bundeskongress Öffentliche Infrastruktur" des Behörden Spiegel sprach der Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, über den Bevölkerungsverlust in den ländlichen Regionen in Ostdeutschland. (Foto: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt)
Eine funktionierende kommunale Infrastruktur ist Voraussetzung und Beitrag zur Daseinsvorsorge. In Deutschland findet allerdings eine Verstädterung statt, die diesen Beitrag erschwert aber gleichzeitig notwendig macht. Vor allem junge Menschen zieht es in die Ballungsgebiete, wo sie für gewöhnlich auch langfristig bleiben. Gerade die ländlichen Regionen in Ostdeutschland, in denen alte Industriebrachen von der einstigen Aktivität zeugen, sind von dem Phänomen der Landflucht betroffen. (01.12.2017)

Um diesem Trend zu entgehen und die Regionen attraktiver zu machen, müsse ein Hauptaugenmerk auf den Ausbau und die Weiterentwicklung kommunaler Infrastruktur gelegt werden, so der Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Webel im Rahmen des Bundeskongresses Öffentliche Infrastruktur 2017. Allerdings würden die Kosten dafür mit abnehmender Bevölkerungszahl auf die wenigen Verbleibenden umverteilt, "es entsteht ein Teufelskreis".

Sachsen-Anhalt, ehemals mit der höchsten industriellen Dichte, habe seit der Wiedervereinigung 600.000 Menschen "verloren". Die Prognosen gehen von einem Verlust von knapp einer Million Einwohner in den nächsten 15 Jahren aus. Gleichzeitig zur Urbanisierung verschärfe der demografische Wandel den Trend. Dessau soll beispielsweise 2025 die Liste der ältesten Städte Europas anführen und ist heute schon die älteste Stadt Deutschlands auf die Anzahl der Rentner bezogen. Dadurch werde es künftig auch vermehrt zu besonderen Anforderungen an kommunale Infrastrukturmaßnahmen kommen. Neben der Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs, dem verkehrstechnischen sowie digitalen Zugang, und dem Angebot an Arbeitsplätzen, werden auch Vorkehrungen der Barrierefreiheit immer wichtiger, um die Lebensqualität in ländlichen Räumen zu gewährleisten, so der Landesminister.

kh




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