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Keine Chance dem Langfinger!

Weniger Einbrüche in Nordrhein-Westfalen, aber niedrige Aufklärungsquote

In Nordrhein-Westfalen wurde im ersten Halbjahr 2017 zwar weniger eingebrochen als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Allerdings erhöhte sich auch die Aufklärungsquote nur marginal. (Foto: Tim Reckmann, pixelio.de)
In Nordrhein-Westfalen wurde im ersten Halbjahr 2017 zwar weniger eingebrochen als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Allerdings erhöhte sich auch die Aufklärungsquote nur marginal. (Foto: Tim Reckmann, pixelio.de)
Die Zahl der Wohnungseinbrüche im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres - verglichen mit dem Vorjahreszeitraum - deutlich zurückgegangen. Allerdings werden weiterhin nur wenige Taten aufgeklärt. (10.10.2017)

Während im ersten Halbjahr 2016 in Nordrhein-Westfalen noch 32.121 Wohnungseinbrüche aktenkundig wurden, waren es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres "nur" noch 22.992. Dies entspricht einem Rückgang um knapp 29 Prozent. Zugleich erhöhte sich die Aufklärungsquote nur leicht. Sie stieg von 14,28 auf 14,62 Prozent an. "Das ist zu wenig", räumte Innenminister Herbert Reul (CDU) ein. Aus diesem Grunde werde die neue Landesregierung den Druck auf die Täter konsequent weiter erhöhen und eine Null-Toleranz-Strategie verfolgen.

Der wachsame Nachbar

Der Rückgang der Einbruchszahlen sei zu begrüßen, es dürfte sich jedoch nicht auf den Zahlen ausgeruht werden, so Reul. Einbrüche seien für die Opfer belastend, weil in die Privat- und Intimsphäre eingegriffen werde. Deshalb werde gleichermaßen auf Prävention gesetzt, wie durch die Aktionswoche "Riegel vor! Sicher ist sicherer".

Neben modernen technischen Sicherungen seien aufmerksame Bürger der beste Schutz gegen Wohnungseinbruch, unterstrich der Ressortchef. Er machte deutlich:  "Niemand kennt Wohngegenden so gut wie die Menschen, die dort leben. Wenn sich Nachbarn zum Beispiel in WhatsApp-Gruppen auf dem Laufenden halten, kann das dabei helfen, Einbrüche zu verhindern. Denn die Täter kommen oft am helllichten Tag und nutzen auch kurze Gelegenheiten, um Beute zu machen."

ab/mfe




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